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Grünen-Chef Özdemir warnt Flüchtlinge vor anti-israelischen Protesten

Grünen-Chef Özdemir hat Migranten und Flüchtlinge davor gewarnt, sich an anti-israelischen Demos zu beteiligen. Er erwarte, dass sie die deutsche Staatsräson teilten. Zuletzt wurden immer wieder israelische Flaggen verbrannt.

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Der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen sagte, wer in Deutschland Schutz finde, sollte auch so etwas wie Dankbarkeit empfinden. Quelle: dpa

Berlin Grünen-Chef Cem Özdemir hat Migranten und insbesondere Flüchtlinge davor gewarnt, sich an anti-israelischen Demonstrationen in Deutschland zu beteiligen. Das Existenzrecht Israels gehöre zur deutschen Staatsräson und er erwarte, dass auch Migranten ohne Einschränkung diese Staatsräson teilen, sagte Özdemir am Montag in Berlin. „Von Flüchtlingen erwarte ich das in besonderer Weise.“ Wer in Deutschland Schutz finde, sollte auch so etwas wie Dankbarkeit empfinden. „Und Teil der Dankbarkeit ist meines Erachtens, dass man sich nicht gegen die Staatsräson Deutschlands stellt.“ Özdemir stammt selbst aus einer Migrantenfamilie.

Am Freitag waren bei einer pro-palästinensischen Demonstration am Brandenburger Tor israelische Flaggen verbrannt worden. Zehn Menschen wurden festgenommen. Es wird wegen der Verletzung von Hoheitszeichen ausländischer Staaten ermittelt. Die Proteste richteten sich gegen die von US-Präsident Donald Trump verkündete Anerkennung Jerusalems als alleinige Hauptstadt Israels. Am Sonntagabend war am Rande eines Protestzuges erneut eine israelische Flagge in Flammen aufgegangen. Über die Identität der Demonstranten machte die Polizei bisher keine Angaben.

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