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Grünen-Chefin Simone Peter widerspricht eigener Spitzenkandidatin

Erst neulich hat Katrin Göring-Eckhardt, Spitzenkandidatin der Grünen gesagt, dass der Partei-Linke Jürgen Trittin bei möglichen Koalitionsgesprächen keine Rolle spielen werde. Grünen-Chefin Simone Peter widerspricht.

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Wir verteilen das Fell des Bären nicht vor der Wahl, jetzt geht es um ein starkes grünes Ergebnis“, sagt die Grünen-Cheffin. Quelle: dpa

Berlin Grünen-Chefin Simone Peter sieht im Gegensatz zur Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckhardt den Partei-Linken Jürgen Trittin bei möglichen Koalitionsgesprächen nicht ausgebootet. „Wir verteilen das Fell des Bären nicht vor der Wahl, jetzt geht es um ein starkes grünes Ergebnis“, sagte Peter am Freitag zu Reuters. „Und dann werden wir entscheiden, wer nach der Wahl bei möglichen Sondierungen oder Koalitionsgesprächen dabei ist.“ Dagegen hatte die Spitzenkandidatin in einem Interview erklärt: „Herr Trittin wird in möglichen Koalitionsverhandlungen keine Rolle spielen.“

„Für uns ist und bleibt Jürgen Trittin eine relevante politische Größe, so wie andere ehemalige Spitzenpolitiker auch“, sagte Peter. Die Parteichefin zählt wie Trittin zum linken Flügel der Grünen. Sie betonte, die Gruppe der Beteiligten an möglichen Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen werde gemeinsam festlegt. Auch der Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfmanager Michael Kellner hat bereits in der „tageszeitung“ erklärt, die Teilnehmer einer möglichen Verhandlungsgruppe würden festgelegt, „wenn es soweit ist“.

Trittin gilt als Skeptiker möglicher schwarz-grünen Koalitionen. Er war neben Göring-Eckhardt Spitzenkandidat der Grünen im Bundestagswahlkampf 2013. Das von ihm damals mit durchgesetzte linke Steuerkonzept galt als ein Grund für die Niederlage der Grünen vor vier Jahren. Trittin, der lange Jahre Bundesumweltminister war, ist einer der erfahrensten Politiker der Grünen. Das Verhältnis zwischen ihm und der dem Realo-Flügel zugerechneten Göring-Eckhardt gilt als schlecht.

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