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Hackerangriff BSI hatte schon 2018 Kenntnis von Datenklau

Das BSI hat nach eigenen Angaben bereits länger von Online-Angriffen auf Politiker und Prominente gewusst – hielt diese allerdings für Einzelfälle.

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Das Bundesamt für IT-Sicherheit gibt an, über den am Freitag bekannt gewordenen Datendiebstahl schon seit Dezember informiert zu sein. Quelle: dpa

Berlin Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte schon im vergangenen Jahr Kenntnis von fünf Fällen im Zusammenhang mit dem massiven Online-Angriff auf Politiker und Prominente. Zunächst habe das BSI sich um einen Einzelfall „intensiv gekümmert“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Montag in Berlin. „In vier weiteren Fällen gab es Strafanzeigen von Betroffenen.“ Darüber sei das BSI informiert worden. „Im Nachhinein ist jetzt klar geworden, dass diese fünf Fälle insgesamt einen Bezug zu diesem Komplex haben.“

Das Amt werde über Strafanzeigen zum Beispiel wegen Computerkriminalität informiert und prüfe dann, ob es handeln müsse sagte der Sprecher. Nur bei zwei der vier weiteren Fälle sei das BSI aktiv geworden. In den anderen beiden Fällen habe die Justiz bereits ermittelt.

Das BSI ging nach eigenen Angaben im Dezember noch von einem Einzelfall aus. Damit korrigierte die Behörde Angaben ihres Chefs Arne Schönbohm, wonach man im Dezember schon mehrere Betroffene kontaktiert habe. Das Bundesinnenministerium erfuhr nach Aussage des Sprechers vom Montag erst in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar von dem Datenklau.

Dies sei korrekt, da das BSI für einen Einzelfall als Fachbehörde zuständig sei, so der Sprecher. Vieles deute darauf hin, dass die Daten „auf unterschiedliche Art und Weise erlangt worden sind, unter anderem durch unbefugte Zugriffe auf Nutzerkonten“.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wollte sich am Montagnachmittag um 14 Uhr mit Schönbohm und BKA-Chef Holger Münch über den Stand der Ermittlungen informieren lassen. Öffentliche Äußerungen seien dazu nicht geplant. „Noch stehen allerdings die Ergebnisse nicht so fest, dass wir sie an die Öffentlichkeit geben wollen.“

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