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Hamburg-Wahl Vorfreude bei der SPD, Bangen bei FDP und AfD

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Koalition mit den Grünen erwünscht

Scholz selbst will von den Freien Demokraten (noch) nichts wissen. Schafft er es nicht aus eigener Kraft, will er mit den Grünen regieren. Gespräche nach der Wahl mit FDP-Frontfrau Katja Suding wären für Scholz aber allein schon deshalb interessant, um seinen Wunschpartner, die in Hamburg eher linken Grünen, zu bändigen. Geht die FDP bei der Regierungsbildung leer aus, wäre das kein Beinbruch. Lindner und Suding könnten die Legende stricken, dass die neue FDP nicht um jeden Preis an die Macht strebe und auch mal auf Senatorenposten und dicke Dienstwagen verzichte.

„Hamburg ist eine Schlüsselwahl. Wenn wir dort von unten durchs Eis kommen, dann hat das Auswirkungen auf die Stimmungslage in ganz Deutschland“, sagte Lindner am Wochenende der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Der 36 Jahre alte Lindner hat in 16 Monaten Apo nicht den Kopf verloren, ist gereift, agiert strategischer als früher. Die wenigen Möglichkeiten, um aufzufallen, nutzte die FDP. Eine Wutrede Lindners, im Düsseldorfer Landtag von einem SPD-Abgeordneten provoziert, ist bei Youtube ein Millionen-Hit.

Kampf zwischen AfD und Antifa

Die „Alternative für Deutschland“ um Spitzenkandidat Jörn Kruse kämpft gegen die „Antifa“, die den Wahlkampf massiv stört und etwa die Plakate der Euro-Kritiker systematisch zerstört, und mit sich selbst. Kruse erntete mit einem Versprecher – er erklärte, die Anschläge von Paris seien „viel früher passiert, als ich gehofft habe“ – einen Shitstorm. Auch ein manipuliertes TV-Interview für die ARD-Sendung „Panorama“ ließ die AfD in einem schlechten Licht dastehen. Die Folge: Die AfD liegt den neuesten Umfragen zufolge nur knapp über der magischen Grenze von fünf Prozent.

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Was würde „Dittsche“ zu den Wahlchancen der Parteien in Hamburg sagen? Sein Fernseh-Wohnzimmer ist in der Wirklichkeit die „Eppendorfer Grill-Station“. Olli Dietrich ist zwar nicht da, aber auch Wirt Oliver Kammerer schaut den Leuten aufs Maul. „Die Stimmung ist ganz gut“, sagt er, während er Pommes-Mayo und einen halben Hahn rausgibt. „Eigentlich gibt's kaum Leute, die sagen: Is' ja alles so schlecht.“

Um Politik gehe es hier ohnehin selten, sagt Kammerer. Fußball? „Das ist schon ein Trauerspiel.“ Und Olaf Scholz? „Wir hatten schon Schlechtere.“ Immerhin.

Fast drei Viertel der Hamburger würden Olaf Scholz direkt wählen. „Die Zustimmung zur Politik des Senats ist hoch, und die persönlichen Umfragewerte für Senat und Bürgermeister sind bemerkenswert“, sagt Olaf Scholz. „Sie beeindrucken mich.“

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