Handelsbilanz Exporte wachsen stärker als erwartet

Der August war lukrativ für die Deutsche Wirtschaft: In Deutschland sind die Exporte erstmals seit drei Monaten gestiegen. Auch die Importe nahmen im zweistelligen Bereich zu. Das übertrifft sogar die Erwartungen der Ökonomen.

ARCHIV - Frachtcontainer Quelle: ASSOCIATED PRESS

Die deutschen Exporte sind im August nach zwei Rückgängen in Folge wieder gestiegen. Die Unternehmen führten Waren im Wert von 85,3 Milliarden Euro aus. Demgegenüber stehen Einfuhren in Höhe von 73,5 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im August 2011 um 14,6 Prozent und die Importe um 12,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Zwar nicht zweistellig, aber trotzdem stabil, ist das Wachstum der Exporte im Monatsvergleich. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Juli 2011 um 3,5 Prozent zu. Das ist der stärkste Anstieg seit März und liegt über den Erwartungen der Ökonomen, die nur mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet hatten. Bei den Einfuhren waren keine Veränderungen zu verzeichnen.

Überschuss in den Bilanzen

Der Überschuss in der Außenhandelsbilanz weitete sich von 10,5 Mrd. Euro im Juli auf 11,8 Mrd. Euro im August aus. Der Leistungsbilanzüberschuss lag bei 7 Milliarden Euro, verglichen mit 7,8 Milliarden Euro im Juli. Im Vorjahr hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 5,7 Milliarden Euro. Dieser setzt sich zusammen aus den Salden für die Güterströme nach und aus Deutschland, Ergänzungen zum Außenhandel, Erwerbs- und Vermögenseinkommen, Dienstleistungen und laufenden Übertragungen.

Reger Handel mit den Nachbarn

Ein Großteil der Exporte ging in die EU: Waren im Wert von 48,7 Milliarden Euro schickte Deutschland zu den Nachbarn. Im Gegenzug kauften deutsche Unternehmen aber auch für 44,8 Milliarden Euro bei Italien, Polen und Co. ein. Noch im Vorjahr kaufte und verkaufte die deutsche Wirtschaft rund 12 Prozent weniger an die EU-Staaten. In die Länder der Eurozone gingen im August 2011 Güter für 31,5 Milliarden Euro (11,5 Prozent mehr als im Vorjahr). Die Exporte und Import nach beziehungsweise aus Drittländern, also Ländern außerhalb der Europäischen Union, nahmen um 17,1 und 12,8 Prozent zu.

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