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Handelskammern beklagen Mehr Hürden für deutsche Unternehmen im Ausland

Deutsche Unternehmen werden immer mehr mit Regulierungen und Hemmnissen konfrontiert, sagen die Handelskammern. Ein Trend zu mehr Protektionismus wird so für deutsche Firmen immer stärker spürbar.

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 Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beim Deutsch-Russischen Wirtschaftsdialog in Berlin. Quelle: dpa

Deutsche Unternehmen stoßen nach Einschätzung der Handelskammern auf immer mehr Hürden bei Geschäften mit dem Ausland. „Der Trend zu mehr Protektionismus im internationalen Handel nimmt zu“, sagte Volker Treier, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der Zeitung „Die Welt“. „Deutsche Unternehmen sehen sich mit immer mehr Regulierungen und Hemmnissen konfrontiert.“

Vor allem Zertifizierungen etwa bei Lebensmitteln und verstärkte Sicherheitsanforderungen bremsten das Geschäft, heißt es im neuen DIHK-Außenwirtschaftsreport. Der geplante EU-Austritt Großbritanniens und der Umgang mit Sanktionen sorgten ebenfalls für Fragen.

Die Handelskammern berieten im vergangenen Jahr rund 413.000 mal Unternehmen zum Zoll- und Außenwirtschaftsrecht - häufiger als in den Vorjahren. An diesem Beratungsaufwand zeige sich, dass sich Unternehmen „in unsicherem Fahrwasser“ bewegten, schreibt der DIHK.

Die Betriebe suchten zum Beispiel öfter Rat zu Geschäften mit dem Iran und der Türkei. Im Iran gebe es etwa Schwierigkeiten, Liefergeschäfte zu finanzieren. In der Türkei sorge die politische Situation für Verunsicherung, auch eine „steigende Zahl von Handelshemmnissen“ der türkischen Verwaltung schränke Exporteure ein.

Die DIHK-Experten erwarten, dass der Welthandel in diesem Jahr wieder Fahrt aufnehme - „wenn auch das wirtschaftliche Umfeld in vielen Regionen unsicher bleibt“. In ihrer jüngsten Prognose von September erwartet auch die Welthandelsorganisation (WTO), dass der Welthandel fast dreimal so stark wie 2016 wachsen wird.

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