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Hans-Werner Sinn Energiewende verschärft Abhängigkeit von Russland

Exklusiv

Die Energiewende in Deutschland wird die Abhängigkeit von russischem Gas weiter erhöhen.

Gazprom-Logo Quelle: REUTERS

Zu diesem Schluss kommt ifo-Chef Hans-Werner Sinn in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. „Wenn wir wie geplant unsere noch laufenden Atomkraftwerke abschalten und voll auf den Wind- und Sonnenstrom setzen, wird sich die Abhängigkeit von Russland weiter erhöhen – und die Versorgungssicherheit verringern“, schreibt Sinn in seinem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Sinn begründet dies mit der Notwendigkeit, als Ausgleich für den nur unregelmäßig fließenden Wind- und Sonnenstrom Stromkapazitäten vorzuhalten. Um auch in Zeiten ohne Wind und Sonne eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten, brauche Deutschland Methanspeicher und Gaskraftwerke. Die Nutzung von russischem Gas sei dabei nach ifo-Berechnungen „die einzige wirtschaftlich halbwegs vertretbare Lösung. Nur dieser Weg geht. Alles andere sind Hirngespinste“, schreibt Sinn.

Das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut hat anhand der Einspeisungen von Wind- und Sonnenstrom während aller 8760 Stunden des Jahres 2011 die zur Glättung des grünen Stroms nötige Speicherkapazität berechnet. Danach betrug die installierte Nennleistung beider Stromquellen damals 54 Gigawatt. „Zu einzelnen Stunden wurden schon mal bis zu 27 Gigawatt erzeugt, aber bisweilen auch nur 0,5 Gigawatt. Die durchschnittliche Erzeugung lag bei 7,3 Gigawatt. Die gesicherte Leistung, die in 99,5 Prozent der Stunden verfügbar war, betrug lediglich 0,9 Gigawatt.“

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