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Hessenwahl Union und SPD stehen laut Umfrage vor starken Verlusten

Wahlplakate der beiden Spitzenkandidaten Volker Bouffier (CDU, l), Ministerpräsident des Landes Hessen, und Thorsten Schäfer-Gümbel, Landesvorsitzender der Hessen SPD Quelle: dpa

Eine Wahlpleite für die SPD und Union könnte sich bei der Landtagswahl in Hessen wiederholen. Laut einer aktuellen Umfrage drohen den beiden Regierungsparteien herbe Verluste.

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CDU und SPD drohen einer Umfrage zufolge bei der Landtagswahl am Sonntag in Hessen starke Verluste. Die Grünen liegen dem am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge mit 20 Prozent gleichauf mit der SPD auf dem zweiten Platz. Die CDU käme der Projektion zufolge auf 28 Prozent. Linke und FDP können mit jeweils 8 Prozent rechnen. Die AfD zöge mit zwölf Prozent in den Wiesbadener Landtag ein und wäre damit in allen Landesparlamenten vertreten.

Mit diesem Ergebnis hätte von den politisch denkbaren Bündnissen lediglich eine Regierung aus CDU, Grünen und FDP ein sogenanntes Jamaika-Bündnis eine sichere Mehrheit im Landtag. Die amtierende schwarz-grüne Koalition stünde ebenso auf der Kippe wie eine Koalition aus CDU und SPD, eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder Rot-Rot-Grün.

Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CDU 38,3 Prozent der Stimmen geholt. Die SPD kam auf 30,7 Prozent, die Grünen auf 11,1 Prozent, die Linke auf 5,2 Prozent, die FDP auf fünf Prozent und die AfD auf 4,1 Prozent.

Hessen-Grüne mit Rückenwind

Die Projektionswerte des Politbarometers stellen dem ZDF zufolge lediglich ein Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt dar und sind keine Prognose für den Wahlausgang am Sonntag. Fast 40 Prozent der Befragten gaben zudem an, sie wüssten noch nicht sicher, wen sie wählen sollten.
Das sich abzeichnende Abschneiden bei der Hessen-Wahl hat innerhalb der Bundesregierung bereits zu Spannungen geführt. In Union und SPD wird offen über ein mögliches Ende der großen Koalition im Bund gesprochen. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte für diesen Fall Neuwahlen in Aussicht.

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