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Hochqualifizierte Ausländer Weniger Hürden sind der Wirtschaft nicht genug

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Der Bedarf an Fachkräften ist vorhanden

Die Gewinner im Arbeitgeberranking
BMW-Mitarbeiter unterschreiben auf einem neuen BMW Quelle: dpa
Die Präsentation eines neuen Audi Quelle: dpa
Ein Porsche Quelle: AP
Eine Maschine der Lufthansa Quelle: AP
Siemens-Mitarbeiter Quelle: AP
Ein Raum im Hauptsitz von Google Frankreich Quelle: Reuters
Das Bosch-Schild am Eingang eines Firmensitzes. Quelle: Reuters

Der deutsche Arbeitsmarkt hat Bedarf nach Ingenieuren, an hochqualifizierten Arbeitern. Besonders im dem Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) herrscht seit geraumer Zeit eine steigende Nachfrage seitens der Unternehmen. Die Konjunktur läuft gut, die deutsche Industrie wird von Aufträgen überhäuft. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit veranlasst die stabile wirtschaftliche Lage die Unternehmen weiterhin zu Neueinstellungen.

Doch gleichzeitig verstärken sich zunehmend die Folgen der demographischen Entwicklung – immer weniger potenzielle Arbeitskräfte verlassen die Schulen. Universitäten und Industrie kämpfen um den Nachwuchs, der zwischen drei Jahren Hochschule oder einer bezahlten Ausbildung entscheiden muss. So kommt es, dass der Fachkräftemangel mittlerweile auch die Berufe erreicht hat, die früher eher nicht davon betroffen waren: in der Krankenpflege oder in den Kindertagesstätten, an den Schulen und in den Krankenhäusern, im Groß- und Einzelhandel, bei Bauinstallationsfirmen, und in der Gastronomie.

Deutschland muss attraktiver werden

Anders als der Präsident der DIHK sieht daher ein Sprecher des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) in der jüngsten Entscheidung der Regierung, „eine Maßnahmen, die zu begrüßen ist. Damit bemüht sich Deutschland attraktiver zu werden.“ Allein dass jetzt Nicht-EU-Bürger einreisen dürften, um vor Ort eine Stelle zu suchen, sei positiv.

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    „Damit können die Personen in sechs Monaten immerhin auf Jobmessen aktiv werden und sich bei potentiellen Arbeitgebern persönlich vorstellen“, sagt der IW-Sprecher. Bisher durfte ein hochqualifizierter Arbeitssuchender sich für geeignete Stelle nur aus der Ferne bewerben. Auch das sei ein Signal gegenüber ausländischen Studenten, die an deutschen Unis ihren Abschluss machen. „Das dürfte sich unter denen schnell rumsprechen“, so der IW-Sprecher. Viele von ihnen könnten dann länger bleiben als bisher.

    Deutschland



    Das sei allein deshalb ein gutes Zeichen, weil andere Hürden nicht ohne weiteres verschwinden werden. Zum Beispiel die Hürde Sprache: Länder aus dem angelsächsischen Raum, wie England, Kanada, USA oder Australien haben da klare Vorteil gegenüber der Bundesrepublik - Englisch ist du bleibt die Weltsprache. „Zudem wird es viel wichtiger sein, dass sich in Deutschland eine richtige Willkommensmentalität etabliert“, so der Sprecher des IW in Köln, „doch das ist ein Aufgabe, die nicht allein die Politik übernehmen kann.“

    Die Poliktik plant derweil, das neue Gesetz Ende April oder Anfang Mai im Bundestag zu verabschieden. Die neue Regelung soll dann noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

    (mit Material von dpa und dapd)

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