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Hochwasser, Erdrutsche Deutschland kämpft mit den Unwetterfolgen

Im Schwarzwald haben die Menschen mit heftigen Überschwemmungen zu kämpfen. Die Lage schien in der Nacht nahezu dramatisch. Auch in anderen Regionen Deutschlands macht das Hochwasser weiterhin Probleme.

Im Schwarzwald kämpfen die Einsatzkräfte gegen die Unwetterfolgen. Quelle: dpa

Berlin
Starke Regenfälle und Tauwetter haben im Süden Deutschlands in der Nacht zum Freitag die Rettungskräfte in Atem gehalten. In der Stadt St. Blasien im Schwarzwald gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Das teilte die Polizei im baden-württembergischen Freiburg mit. In dem Ort im Landkreis Waldshut seien die Häuser eines kompletten Straßenzugs vorsorglich evakuiert worden. Rund 100 Anwohner wurden in eine Turnhalle gebracht worden. Die meisten konnten im Laufe der Nacht zurück in ihre Häuser.

Rettungskräfte seien mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Häuser seien durch Erdrutsche bedroht, hieß es. Am Abend hatte die Polizei gewarnt: „Es besteht die Gefahr einer Katastrophe.“ Die Annahme sei im Laufe der Nacht relativiert worden, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

In weiteren Teilen Baden-Württembergs hatte die Polizei vor allem mit überfluteten Straßen zu tun. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Schwarzwald und im Allgäu bis Freitagmorgen stellenweise 70 bis 120 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet.

In Bayern traten im südlichen Oberallgäu Bäche über die Ufer. Im Kreis Lindau seien Keller und Garagen vollgelaufen, berichtete die Polizei in Kempten. Die Schäden seien noch nicht zu beziffern. Auch Oberfranken war betroffen.

Auf der Mosel wurde der Schiffverkehr eingestellt, auf Teilen des Neckars ebenfalls. Ein ähnliches Schicksal droht Schiffsführern in den kommenden Tagen auf dem Rhein. Bilder aus Rheinland-Pfalz sahen dramatisch aus. Aus vielen Regionen wurden Überschwemmungen von Grundstücken und Kellern gemeldet.

Laut Wettervorhersage bleibt die Lage in den nächsten Tagen angespannt. Der Dauerregen am Oberrhein und in den Vogesen wird Rhein und Mosel weiter ansteigen lassen. Auch viele kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

Am Rhein wird beim Pegel Maxau in Karlsruhe voraussichtlich Freitagmittag die Hochwassermarke II überschritten, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits eine Uferstraße und Parkplätze gesperrt.

Auf der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern.

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