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Ifo-Studie Staatshilfen federn Einkommenseinbußen der Deutschen ab

Der Staat konnte in der Pandemie große finanzielle Verluste der Bürgerinnen und Bürger verhindern. Doch er muss damit weitermachen, fordern die Forscher.

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Vielen Deutschen geht trotz Corona das Geld nicht aus, stellt die neue Ifo-Studie fest. Quelle: imago images/Michael Gstettenbauer

Die staatlichen Corona-Hilfen haben einer Ifo-Studie zufolge Einkommenseinbußen vieler Menschen in Deutschland 2020 gedämpft. Die von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Zuwendungen für Familien und die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes stabilisierten die Bruttoerwerbseinkommen, wie das Münchner Institut zu gemeinsamen Berechnungen mit dem Joint Research Center der Europäischen Kommission am Montag mitteilte.

Das Bruttoeinkommen fiel demnach im vorigen Jahr eigentlich um rund fünf Prozent, aber staatliche Sondermaßnahmen und die sogenannten „automatischen Stabilisatoren“ des Steuer- und Sozialsystems verkleinerten diesen Verlust auf 0,8 Prozent. „Es ist gelungen, den Anstieg von Einkommensungleichheit und das Armutsrisiko abzufedern“, sagt Andreas Peichl, Leiter des Ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

„Ein Verlust von 100 Euro Markteinkommen konnte durch die Maßnahmen und das bestehende System in einen Verlust von 20 Euro an real verfügbarem Einkommen gemildert werden“, erläuterte der Forscher. Zu den Corona-Sondermaßnahmen gehört der Kinderbonus von 300 Euro. Zudem wurde für 2020 und 2021 der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende auf 4008 Euro mehr als verdoppelt. Durch diese Zuwendungen konnten die Empfänger die gestiegenen Lebenshaltungskosten während der Pandemie laut Ifo besser schultern.

Maßnahmen laufen aus

Außerdem wurde der Zugang zur Grundsicherung erleichtert. Kurzarbeitergeld und die Sondermaßnahmen kommen einkommensschwachen Haushalten besonders zugute, während einkommensstarke Haushalte von der progressiven Einkommensbesteuerung profitieren.

„Da einige dieser Maßnahmen 2020 ausgelaufen sind, verringert wurden oder 2021 auslaufen werden, ist davon auszugehen, dass einkommensschwächere Haushalte negativ betroffen bleiben, solange die Pandemie nicht gestoppt ist“, sagte Peichl. „Daher erscheint es erforderlich, weitere Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und zum Ausgleich für die Pandemie-Verlierer zu treffen.“

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