Innovationsindex Baden-Württemberg ist Forschungsland Nummer 1

Baden-Württemberg ist die innovativste Region Europas. Das geht aus dem "Innovationsindex 2012" des Statistischen Landesamtes hervor. Dahinter folgen Bayern, Berlin und Finnland.

Deutsche Firmen investieren am meisten in Forschung
Ein Schild mit dem Infineon-Logo Quelle: dpa
Merck Quelle: AP
 In einer Spritzkabine werden die Pflanzen auf rotierenden Tellern durch die Anlage transportiert und mit Wirkstoff besprüht. Quelle: obs
Fahnen mit dem Continental-Logo Quelle: dapd
Das Logo des Softwareherstellers SAP Quelle: dapd
Eine Mitarbeiterin der Bayer Bitterfeld GmbH posiert in Bitterfeld mit einer Aspirintablette des Unternehmens in der Hand Quelle: dapd
Ein Arbeiter montiert im BMW-Werk in Muenchen das BMW-Logo auf eine Motorhaube einer 3er BMW-Karosserie Quelle: dapd
Siemens Quelle: dapd
File picture shows Mercedes Benz logos at the factory of German car maker Daimler Quelle: REUTERS
Volkswagen Quelle: dapd

In puncto Forschung und Neuerungen hat Baden-Württemberg in der Europäischen Union die Nase vorn. Laut dem Innovationsindex, den das Statistische Landesamt Baden-Württemberg gemeinsam mit der Stuttgarter Zeitung veröffentlich, ist das Bundesland die Region mit dem eindeutig höchsten Innovationspotenzial. Nach Angaben der Studie punktet Baden-Württemberg vor allem mit Investitionen in Forschung und Entwicklung, forschungsintensive Industriezweige und vielen Patentanmeldungen. Innerhalb Baden-Württembergs sind vor allem Böblingen und die Landeshauptstadt Stuttgart besonders weit vorne.

Griechenland und Osteuropa liegen hinten

Insgesamt wurden im Ländle 16,4 Milliarden Euro im Bereich Forschung und Entwicklung investiert. Das sind 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukt. Das Statistische Landesamt hat dazu Daten der Europäischen Statistikbehörde Eurostat nach sechs Innovationskriterien ausgewertet, darunter Patentanmeldungen und Mitarbeiterzahl.

Damit liegt die Region wie auch in den Vorjahren noch vor der französischen Hauptstadtregion Île de France. In der Untersuchung wurden 86 Regionen in den 27 EU-Ländern miteinander verglichen. Auf den nächsten Plätzen folgen Bayern, Berlin und Finnland, das Schweden gegenüber dem Index 2010 aus der Spitzengruppe verdrängt hat. Schlusslichter der Studie sind die französischen Übersee-Gebiete, die dabei sogar noch hinter Bulgarien und Rumänien liegen. Auch in drei polnischen Regionen, der italienischen Region Isole (Sizilien und Sardinien) sowie in Griechenland ist die Innovationskraft sehr gering.

Schnelle Markteinführung entscheidend

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Carmina Brenner, die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, warnte trotzdem vor Selbstzufriedenheit. "Baden-Württemberg kann sich als Hochlohnland im internationalen Technologiewettbewerb auf Dauer nur behaupten, wenn die Markteinführung von Innovationen schnell und erfolgreich gelingt", sagte sie in der Stuttgarter Zeitung.

Werden ausschließlich die 27 EU-Staaten miteinander verglichen so läge Finnland vorne, wie die Stuttgarter Zeitung feststellte. Auf den Plätzen folgen Dänemark und Schweden. Aufgrund der Schwäche von Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, des Saarlandes und Brandenburgs belegt Deutschland nur Rang vier.

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