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Islamischer Staat Deutschlands Problem mit den IS-Heimkehrern

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Ein Blick nach Dänemark

Dänemark ist eines der wohlhabendsten Länder der EU und das Land mit den meisten IS-Kämpfern  – zumindest relativ gesehen. Nur aus Belgien zogen noch mehr nach Syrien und in den Nordirak – dort sind es 22 pro eine Million Einwohner; aus Dänemark sind es 18. Insgesamt kämpften gut 100 Dänen für den IS. Rund die Hälfte von ihnen ist mittlerweile nach Dänemark zurückgekehrt.

Im Gegensatz zu Deutschland haben die Dänen eine Strategie für den Umgang mit den Heimkehrern. Die Universität Aarhus begann vor drei Jahren mit der Arbeit an einem Aussteiger- und Präventionsprogramm für junge Gefährdete. Vor dem Hintergrund, dass fast ein Drittel der 100 Dschihadisten in einer Moschee in der Nähe von Aarhus radikalisiert wurde, ist das wenig verwunderlich.

Diese Waffen liefert Deutschland in den Nordirak

„Nicht alle, die in Syrien oder im Nordirak waren, haben gemordet“, sagt Preben Bertelsen, einer der Psychologen, die das sogenannte Aarhus-Modell, das Aussteigerprogramm, entwickelt haben. Diejenigen, die aus Syrien heimkehren, werden von Polizei und dem dänischen Geheimdienst durchleuchtet. Sind Morde oder andere Straftaten nachweisbar, werden sie verhaftet.   

Prävention ist notwendig

Den ungefährlichen Heimkehrern will Bertelsen eine zweite Chance geben: „Wir deradikalisieren junge Menschen, sodass sie wieder ein Teil der Gesellschaft werden können.“ Vorher müssen sie Psychologen davon überzeugen, dass sie sich integrieren wollen. Schaffen sie das, werden sie betreut und besuchen Therapiesitzungen im Rahmen des Aussteigerprogramms.

Dass sich unter ihnen keine Schläfer befinden, sei zwar nicht hundertprozentig sicher, räumt Bertelsen ein, aber: „Die, die heimkehren, um andere zu rekrutieren oder Anschläge zu verüben, wird unser Programm nicht erreichen.“ Sie würden versuchen unterzutauchen und wären ein Fall für die Staatsgewalt.

Neben dem Versuch, die Dschihadisten zu reintegrieren, gibt es ein Präventionsprogramm. „Wir versuchen die gefährdeten 13- bis 20-Jährigen anzusprechen und aufzuklären, bevor sie durch Propagandavideos radikalisiert werden und nach Syrien reisen“, sagt Bertelsen. Das Aarhus-Modell zeigt erste Erfolge: Sind im vergangenen Jahr noch um die 30 junge Dänen von Aarhus nach Syrien gereist, war es in diesem Jahr keiner mehr.

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