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Junge Alternative AfD-Vorstand rüffelt Nachwuchs für Gesang von ganzem Deutschlandlied

Die Junge Alternative hat bei einem Treffen auch die verpönte erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen. Die AfD distanzierte sich von der Aktion.

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Der Nachwuchs nahm die Kritik der Mutterpartei zur Kenntnis, blieb aber bei seiner Position, künftig das gesamte Deutschlandlied in den Schulalltag integrieren zu wollen. Quelle: dpa

Berlin Die AfD-Spitze hat den eigenen Parteinachwuchs dafür gerüffelt, dass dieser bei seinem Bundeskongress das komplette Deutschlandlied gesungen hat. „Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) drückt sein Befremden und seine Missbilligung aus“, hieß es in einer Erklärung vom Montag. Der Mitteilung zufolge hatte eine Mehrheit der Kongressteilnehmer am Samstag im thüringischen Seebach auch jene Strophen des Liedes gesungen, die nicht Bestandteil der Nationalhymne sind.

Zu dem Vorschlag der Nachwuchsorganisation Junge Alternative, bei besonderen Anlässen in Schulen ebenfalls das ganze Deutschlandlied singen zu lassen, äußerte sich der AfD-Bundesvorstand nicht.

Die Jugendorganisation rechtfertigte sich für das gemeinsame Singen. Man nehme die Kritik der AfD zwar zur Kenntnis und wolle das Gespräch mit der Mutterpartei suchen, hieß es in einer Mitteilung vom Montag. „Gleichwohl möchte ich feststellen, dass das Absingen des Liedes der Deutschen in allen drei Strophen entgegen anderslautender Gerüchte nicht verboten ist“, betonte der Bundesvorsitzende der Jungen Alternative, Damian Lohr. Der AfD-Nachwuchs wolle sich „auf die Wurzeln des deutschen Nationalstaates und auf den Kern des deutschen Patriotismus“ besinnen. Deshalb gebe es keinen Grund, warum das Deutschlandlied nicht in den Schulalltag integriert werden sollte.

Die erste Strophe „Deutschland, Deutschland über alles“ ist verpönt, weil nur sie während der Nazi-Diktatur gesungen werden durfte. Die Nazis brachten die Hymne in einen Kontext von Imperialismus und Größenwahn – eine Interpretation, die mit der ursprünglichen Absicht, zu Deutschlands Einigung aufzurufen, nichts gemein hatte. Im Jahr 1952 stimmte der damalige Bundespräsident Theodor Heuss (FDP) dann auf Bitten von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) zu, die dritte Strophe des Deutschlandliedes als Nationalhymne anzuerkennen.

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