Kabel-Deutschland-Chef Regierung sollte nicht nur auf Glasfaser setzen

Exklusiv

Die Breitbandoffensive der Bundesregierung greift laut Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein zu kurz. Seiner Meinung nach sollte nicht nur auf Glasfasernetze gesetzt werden.

Die größten Investitionsruinen Deutschlands
Flughafen ZweibrückenNach dem insolventen Nürburgring steht ein weiteres Projekt mit Steuergeld in Rheinland-Pfalz vor dem finanziellen Crash: Der Flughafen Zweibrücken in der Pfalz wird nach Ansicht von Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) Insolvenz anmelden müssen. Er rechne damit, dass die EU-Kommission die Rückzahlung von bis zu 56 Millionen Euro staatlicher Beihilfen fordern werde, sagte Lewentz. Der Flughafen Zweibrücken - wie der verschuldete Airport Frankfurt-Hahn ein früheres Militärgelände - hatte 2012 ein Minus von 4,6 Millionen Euro eingefahren, das er im vergangenen Jahr nach Ministeriumsangaben auf knapp 3 Millionen Euro drückte. Der Flughafen befindet sich zur Hälfte in Hand des Landes und zur Hälfte in kommunaler Hand. Er liegt nur rund 30 Kilometer vom Flughafen Saarbrücken entfernt. Die neuen Flugleitlinien der EU-Kommission verbieten Subventionen für zwei Airports, die weniger als 100 Kilometer auseinanderliegen. Quelle: dpa/dpaweb
Eine Maschine der Lufthansa überquert die Landebahn des Flughafens Leipzig/Halle Quelle: Uwe Schoßig
Freizeitpark am Nürburgring Quelle: dpa
Ein Transrapid TR 09 steht auf der Teststrecke im Emsland Quelle: dpa
Menschen verspeisen Kaffee und Kuchen im Reaktorhauptgebaeude des Kernkraftwerkes Kalkar Quelle: AP
Aussenansicht der Halle des Tropical Islands Resorts Quelle: dpa/dpaweb
Passanten vor dem Dortmunder U-Turm Quelle: PR
Ein Passant geht an der Baustelle des Freizeitparks "Space Center" in Bremen vorbei Quelle: AP
Luftaufnahme der Baustelle für das neue Kohlekraftwerk in Datteln Quelle: dpa
 Das Firmenlogo der Bayer AG Quelle: AP
Shinzo Abe, Stephen Harper, Nicolas Sarkozy, Wladimir Putin, Angela Merkel, George W. Bush, Tony Blair, Romano Prodi und Jose Manuel Barroso in einem großen Strandkorb vor dem Grand Hotel Heiligendamm Quelle: dpa

„Die Bundesregierung macht einen Fehler, wenn sie ausschließlich auf Glasfaser setzt“, kritisiert der Chef der Münchner Holding in der WirtschaftsWoche. Der Bund fördert den Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom mit hohen Millionenbeträgen. Ziel ist es, bis 2014 drei Viertel aller Haushalte mit einem schnellen Internet-Anschluss mit einer Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Laut von Hammerstein ist der Bau neuer Glasfasernetze aber oftmals überflüssig: „Städte und Kommunen, in denen unsere TV-Kabel bereits liegen, brauchen in der Regel keine neuen Glasfasernetze. Aber die Bürgermeister wissen oft gar nicht, welcher Schatz mit dem TV-Kabel in der Erde liegt.“

Nach Ansicht von Hammersteins leisten Kabelnetzbetreiber derzeit den größten Beitrag zur Breitbandoffensive: „In unserem Verbreitungsgebiet in 13 Bundesländern gibt es 22,3 Millionen Haushalte. Davon werden wir bis Ende 2013 rund 62 Prozent oder 13,7 Millionen Haushalte mit schnellem Internet versorgen können. Ohne den von uns initiierten Infrastrukturwettbewerb wäre die Bereitschaft der Telekom, in Glasfaser zu investieren, deutlich geringer.“ Kabel Deutschland bietet bereits heute Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde an. Von Hammerstein: „Unser aktuelles Spitzenprodukt vermarkten wir heute bereits an rund zehn Millionen Haushalte. Insofern sind wir in Deutschland für die Versorgung des Marktes mit superschnellen Breitbandanschlüssen bestens positioniert.“

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