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Kamelle & Co. Was der Karneval bringt

Dass der Karneval ins Geld gehen kann, ist bekannt. Kostüme, Eintrittsgelder, Alkohol: Für Narren kann es teuer werden. Doch welche Summen wechseln den Besitzer? Ein Überblick.

Die Wirtschaftskraft der fünften Jahreszeit
Hotels, Kamelle, Frisuren - der Umsatz an KarnevalÜbernachtungspreiseTief in die Taschen greifen müssen Karnevalsjecken, die für die närrischen Tage Hotelübernachtungen in den Karnevalshochburgen planen: Die dortigen Hotelpreise liegen teils deutlich über den normalen Preisen. Vor allem Köln, Venedig und Rio de Janeiro verlangen hohe Aufschläge, wie eine Auswertung des Hotelbuchungsportals HRS ergab. In Deutschland zieht es die meisten Karnevalsbesucher nach Köln. Dementsprechend steigt dort über die tollen Tage der Zimmerpreis auf im Schnitt 129 Euro. Normalerweise ein Zimmer nur 95 Euro. In Mainz ist der Anstieg mit 3,9 Prozent dagegen moderater. In Düsseldorf liegen die Preise sogar zwölf Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate.
Wirtschaftsleistung 2010 Quelle: dpa
Kamelle in Köln Quelle: dpa
Reisekosten Quelle: dpa
Sekundäre Kosten Quelle: dpa
Düsseldorf

Die Wirtschaftskraft des Kölner Karnevals wird laut einer Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2009 mit 460 Millionen Euro beziffert. Der Beitrag zum Gewerbesteueraufkommen der Stadt belief sich demnach auf vier bis fünf Millionen Euro. Den größten Anteil an den 460 Millionen Euro hat der Bereich Gastronomie und Verzehr (36 Prozent, 165 Millionen Euro), Kostüme (85 Millionen Euro, 18 Prozent), Transport (75 Millionen Euro, 16 Prozent). Der Erhalt von rund 5000 Arbeitsplätzen in der Region werde durch die fünfte Jahreszeit unterstützt.

Hier hört der Spaß auf
Frauen im Erdbeerkostüm Quelle: dpa
Frau mit Plastikschere Quelle: dpa
Wulff schmeißt Kamelle Quelle: dpa
Leere Bierflaschen Quelle: dpa
Musiker Quelle: dpa
Blechbläser im Karneval Quelle: dpa
Eine Kappe wird genäht Quelle: dpa

Für Handwerker, Schneider oder Ordens-Hersteller ist die närrische Zeit ein fester Bestandteil in der Kalkulation. Die Kosten für Kostüme, Kamellen und nicht zuletzt für Handwerker, die Traktoren und Lastwagen zu Motivwagen umrüsten, addieren sich zu einem hübschen Sümmchen. 85 Millionen Euro wurden in der Session 2009 in Köln für Kostüme ausgegeben, rund 100 Millionen sind laut einer Studie den Bereichen Wagenbau und Süßwaren zuzuordnen.

300 Millionen in Düsseldorf

Für die Karnevalshochburg Düsseldorf kommt ein Wirtschaftsgutachten des Comitees Düsseldorfer Karneval auf bis zu 300 Millionen Euro Umsatz pro Session und rund 3500 Arbeitsplätze. Für Bonn schätzt der Festausschuss Bonner Karneval die jährlichen Karnevals-Umsätze auf rund 150 Millionen Euro. Bundesweit werden jährlich Umsätze von vier bis fünf Milliarden Euro erwirtschaftet, rechnet der Bund Deutscher Karneval (BDK), der 4800 Vereine vertritt, vor.

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