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Kandidaten stehen fest Und jetzt CDU: zur Sache!

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (rechts) will für den Parteivorsitz kandidieren und betonte, Gesundheitsminister Jens Spahn solle sein Vize-Vorsitzender werden. Quelle: dpa

Das Kandidaten-Trio für den CDU-Parteivorsitz steht: Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Armin Laschet stellen sich zur Wahl. Die Charaktere sind hinreichend ausgeleuchtet – aber nicht, wofür sie stehen wollen.

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Friedrich Merz? Norbert Röttgen? Oder doch Armin Laschet? Bis zum 25. April, bis zum CDU-Parteitag, wird nun die Kandidatenfrage gewälzt. Welcher der drei garantiert der CDU am ehesten das Wohnrecht im Kanzleramt? Das ist die Frage, die die meisten brennend interessiert. Und so ziemlich die langweiligste, die es gibt.

Man kann nur hoffen, dass alle drei Kandidaten nun zügig in das eintreten, was immerhin Norbert Röttgen bei seinem ersten Auftritt zart angemahnt hat: eine inhaltliche, programmatische Auseinandersetzung. Die CDU-Mitglieder haben nun die Wahl, hoffentlich haben sie auch etwas zu entscheiden.

Ist Friedrich Merz mehr als ein Wiederkehrer aus einer Ära, in der die Helden Hans-Olaf Henkel hießen und sonntags bei „Sabine Christiansen“ Hof hielten? Mehr als Bierdeckel, Blackrock und obere Mittelschicht?

Ist wiederum Norbert Röttgen an den Sorgen und Nöten normaler Bürger interessiert? Will er damit überhaupt vertraut sein? Hat er, jenseits von Huawei-Kritik und Klimaschutz, ein wirtschaftspolitisches Profil? Und wenn ja, welches genau? Röttgen kann elegant wie kaum ein anderer das transatlantische Verhältnis sezieren, aber könnte er auch Oderflut und Gummistiefel?

Und ist, schließlich, Armin Laschet dazu in der Lage, Profil nicht nur auszulagern (an knorrige Innenminister oder liberale Koalitionspartner), sondern selbst eines zu entwickeln? Treibt er zum Beispiel die Energiewende voran? Will er Steuern senken? Wie steht er zur Rente mit 69?Wie würde er agieren, wenn Deutschland wieder mehr Flüchtlinge erreichten?

Fragen über Fragen. Und satte zwei Monate Zeit, sie zu adressieren und zu beantworten. Hoffentlich.

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