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Klimaschutz BCG-Chef schlägt Öko-Soli vor

Das Klimakabinett tagt um an Klimaschutzzielen zu arbeiten. Eigentlich soll Ende des Jahres ein Klimaschutzgesetz erarbeitet sein. Quelle: dpa

Nach der Europawahl tagt Mittwoch erstmals wieder das Klimakabinett der Bundesregierung. Wie Deutschland seine Umweltschutzziele einhalten kann? Ein Topberater sagt: Steuersenkungen sein lassen und mehr investieren.

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Nach dem Erfolg der Grünen bei der Europawahl steht die große Koalition unter immer größeren Druck, in Sachen Energiewende und Klimaschutz Ergebnisse zu liefern. Bis Ende des Jahres soll eigentlich ein Klimaschutzgesetz stehen, das einen klaren Pfad skizziert – doch dessen Inhalte sind weiterhin hoch umstritten. Am Mittwoch tagt nun erstmals wieder Klimakabinett unter Leitung der Bundeskanzlerin. Alle relevanten Ressorts von Verkehr und Umwelt bis zu Wirtschaft und Finanzen müssen ihre Strategien zur Reduzierung von Treibhausemissionen vorstellen. Doch bisher gehen die Vorstellungen, wer wie viel und bis wann an CO2-Einsparungen zu liefern hat weit auseinander.

Carsten Kratz, Chairman der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), plädiert in dieser verkeilten Lage für die Beibehaltung des umstrittenen Solidarzuschlags. So, meint Kratz, könnten die nötigen Finanzmittel für den ökologischen Wandel organisieren werden: „Wenn Klimaschutz und Energiewende absolute Priorität haben – und das sollten sie –, dann kann die Bundesrepublik die nötigen Investitionen auch stemmen“, sagte Kratz der WirtschaftsWoche.

Bis 2050 wären laut Berechnungen von BCG jährlich rund 30 Milliarden Euro nötig, um den deutsche Beitrag zu den internationalen Klimazielen zu leisten. Der Bund „könnte beispielsweise den Solidarzuschlag nicht abschaffen – sondern als Abgabe für ökologische Transformation verwenden“, schlägt Kratz vor. Das brächte schon einmal 20 Milliarden Euro pro Jahr – „gut investiert in die künftigen Generationen“.

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