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Koalitionsverhandlungen Union und SPD beschließen Energiewende

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Die Windindustrie

Von den Koalitionsplänen besonders betroffene ist die Windindustrie. Obwohl sich der Windturbinenbauer Nordex unter Hinweis auf das vergleichsweise geringe Deutschlandgeschäft gelassen äußerte, reagiert die Börse anders: Der Aktienkurs brach in der Spitze um rund 20 Prozent ein, auch mit PNE Wind ging es deutlich abwärts. Mit fast vier Prozent lagen auch Vestas aus Dänemark im Minus.

Die großen Versorger E.ON und RWE wollten sich zu den Plänen am Montag zwar nicht äußern. Sie hoffen aber noch auf Hilfen für ihre Kohle- und Gaskraftwerke, die zur Sicherung der Versorgung bei Windstille und Dunkelheit benötigt werden. Hier haben sich Union und SPD bislang jedoch noch nicht einigen können.

Deutschland



Der Bundesverband der Verbraucherschützer rechnet trotz der Beschlüsse nur mit geringen Effekten auf die Preise. Teuer sei besonders die Förderung bestehender Anlagen, die aber nicht angetastet werde. Die Reformen gelten nur dem zukünftigen Ausbau. "Da wird schon das Richtige getan, es bringt nur nicht so viel", sagte Energie-Experte Holger Krawinkel. Positiv wertete er die Kappung des Ausbauziels für Offshore-Windparks, die vergleichsweise stark bezuschusst werden, auf 15 von 25 Gigwatt. "Alles andere wäre richtig teuer geworden."

Die Umlage zur Förderung von Ökostrom lag 2012 noch bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde. 2014 wird sich auf 6,24 Cent steigen. Sie muss von allen Haushalten, den meisten Gewerbetrieben und auch den weniger energieintensiven Industrie-Betrieben gezahlt werden.

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