Konjunktur Deutsche Industrie verbucht mehr Aufträge – aber es gibt Risiken

Es sah gut aus für die deutsche Wirtschaft, die Geschäfte liefen wieder besser trotz Omikron. Doch nun könnte der Ukraine-Krieg diesen Trend stoppen.

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Industrieunternehmen verzeichneten zuletzt gut gefüllte Auftragsbücher. Quelle: dpa

Die deutsche Industrie hat vor dem Ukraine-Krieg mehr Aufträge an Land gezogen und coronabedingt nur wenig Tempo verloren. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor sank im Februar um 1,4 Punkte auf 58,4 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Dienstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte.

Das Barometer liegt damit zwar weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Aber IHS-Ökonom Phil Smith erklärte: „Infolge der Eskalation des Konflikts in der Ukraine nach Umfrage-Ende und dem unmittelbaren Anstieg der Öl- und Gaspreise, sind die Risiken für einen Abwärtstrend des Sektors im Jahr 2022 zweifellos gestiegen.“

Das Barometer für die Euro-Zone sank leicht um 0,5 auf 58,2 Punkte. Obwohl sich der Anstieg der Ein- und Verkaufspreise im Februar erfreulicherweise abgeschwächt habe, gehörten beide Steigerungsraten noch immer zu den höchsten, die jemals verzeichnet wurden, sagte IHS-Experte Joe Hayes. „Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der an sich schon für Wachstumseinbußen sorgen könnte, befeuert das Inflationsrisiko zusätzlich.“

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