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Konjunktur Großkonzerne könnten 2009 auf Kündigungen verzichten

Angesichts der Wirtschaftskrise stellen die deutschen Großkonzerne den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen für 2009 in Aussicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: REUTERS

Beim gestrigen siebenstündigen Spitzentreffen zur Konjunktur im Kanzleramt boten sie an, eine entsprechende Selbstverpflichtung anzustreben. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) riefen zu einem nationalen Kraftakt auf. Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften müssten an einem Strang ziehen.

An dem Treffen im Kanzleramt nahmen unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Siemens-Chef Peter Löscher und der Telekom-Chef René Obermann teil.

Maßnahmen für den Arbeitsmarkt

Telekom-Mitarbeiter beim Kabelverlegen Quelle: AP

Die großen Unternehmen hätten signalisiert, dass sie Angebote der Regierung und der Bundesagentur für Arbeit wie das gerade verlängerte Kurzarbeitergeld nutzen wollten, um Stellenstreichungen zu verhindern, hieß es.

Nach Angaben von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sollen zudem Maßnahmen für den Arbeitsmarkt untersucht werden, damit so wenig Arbeitsplätze wie möglich von der Krise gefährdet werden.

Hinsichtlich der Banken will Merkel prüfen, wie das Misstrauen der Banken untereinander und die schleppende Kreditvergabe behoben werden können. In Wirtschaft und Koalition gibt es erheblichen Unmut über die Banken.

Obwohl die Regierung den 480-Milliarden-Schutzschirm über die Kreditwirtschaft gespannt hat, verleihen viele Institute nur zögerlich Geld oder verlangen deutlich höhere Zinsen. Eine Kreditklemme für große Unternehmen und den Mittelstand müsse vermieden werden, sagte Steinbrück.

Auch Wirtschaftsminister Michael Glos nannte es „ungeheuer wichtig“, mit Stabilisierungsmaßnahmen den Geldkreislauf aufrecht zu erhalten.

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