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Konjunktur Sarrazin rechnet mit starkem BIP-Einbruch

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin, der für den Vorsitz im Leitungsausschuss des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) im Gespräch ist, rechnet mit einem schweren konjunkturellen Einbruch. Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche vergleicht Sarrazin die Weltwirtschaftskrise mit einem „Tsunami“.

Der Berliner Finanzsenator Quelle: dpa

Bisher sei es noch vergleichsweise ruhig, sagt Sarrazin und warnt, dass die Krise wie beim Tsunami noch „mit unvorstellbarer Wucht hereinbricht“. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland glaubt Sarrazin „vom Gefühl her, dass das BIP um drei bis fünf Prozent zurückgehen kann“.

Scharfe Kritik übt Sarrazin, dem es gelungen ist, in Berlin das Haushaltjahr 2008 mit fast einer Milliarde Euro Überschuss abzuschließen, an der Ausgabenpolitik der Bundesregierung. Hätte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sein, Sarrazins, Sparprogramm übernommen, sähe die Bilanz heute entsprechend anders aus. Von 2005 bis 2008 sind die Ausgaben in Berlin nur um durchschnittlich 0,4 Prozent gestiegen, im Bund dagegen um 3,0 Prozent.

Sarrazin: „Dann hätte die Bundesregierung allein im vorigen Jahr 28,3 Milliarden Euro weniger ausgegeben und statt einer Neuverschuldung von 11,5 Milliarden einen Überschuss von 16,8 Milliarden Euro ausgewiesen.“

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