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„Konjunktureller Gegenwind“ Jobvermittler erwarten Dämpfer für deutschen Arbeitsmarkt

Die Chefs der deutschen Arbeitsagenturen rechnen in den nächsten Monaten mit einer gleichbleibenden Arbeitslosenzahl.

Die Denkfabrik der Arbeitsagenturen erwartet eine dynamischen Entwicklung bei der Schaffung neuer Jobs. Quelle: dpa

NürnbergJobvermittler rechen im Sommer mit einem Dämpfer für den deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen werde in den kommenden drei Monaten saisonbereinigt kaum sinken, berichteten Arbeitsmarktforscher unter Berufung auf eine Umfrage bei den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen.

Dagegen rechnen sie weiterhin mit der Schaffung neuer Jobs. Die Beschäftigungsseite werde sich ähnlich dynamisch entwickeln wie in den Vormonaten, prognostizierte die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch.

Der aus der Umfrage ermittelte Wert für das sogenannte Arbeitsmarktbarometer sank im April entsprechend um 0,9 Punkte auf 104,5 Zähler, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch in Nürnberg. Zuletzt war der Frühindikator für die mittelfristige Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt im August 2011 so stark eingebrochen.

IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber führt den zurückhaltenden Ausblick der Arbeitsagenturchefs auf den konjunkturellen „Gegenwind“ zurück. Der Dämpfer sei vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation von Handelskonflikten mit den USA zu sehen. Dennoch hält der Forscher den positiven Beschäftigungstrend nicht für gefährdet. „Dieser hängt nicht an den vorübergehenden weltwirtschaftlichen Schwankungen“, betonte Weber in einer Mitteilung.

Die Zahl der Arbeitslosen im April will die Bundesagentur an diesem Freitag in Nürnberg veröffentlichen.

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