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Kosten und Nutzen Was das Mammutprojekt Stuttgart 21 wirklich bringt

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Jüngst hat das Bundesverkehrsministerium alle Schienenprojekte des Bundes aufwändig auf ihren Nutzen hin überprüft – darunter auch die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Ohne diese wäre der Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof Unsinn.

Gemäß dieser Rechnung kommt die Strecke auf ein derzeitiges Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,5. Das heißt: Jeder eingesetzte Euro erwirtschaftet 1,50 Euro volkswirtschaftlichen Gewinn. Das Vorhaben wäre damit wirtschaftlich sinnvoll – und müsste aus ökonomischer Sicht umgesetzt werden. Doch sind die Annahmen richtig?

Alternativ hat das Ministerium den Nutzen auch unter der Voraussetzung berechnet, dass die erwarteten Verkehrszuwächse bis 2025 um rund 15 Prozent niedriger ausfallen als prognostiziert. In diesem Fall beträgt das Kosten-Nutzen-Ratio nur noch 1,0. Die Neubaustrecke liegt dann an der Grenze zur Unwirtschaftlichkeit, was gravierende Folgen für das gesamte Projekt Stuttgart 21 hat.

Derzeit werden die Kosten allein für die Bahnstrecke mit 2,89 Milliarden Euro beziffert. Fallen weitere, bislang nicht einbezogene, Kosten für den Bahnhofsneubau und die Strecke Wendlingen-Ulm an, dürfte dies den Kritikern des Projektes frische Nahrung geben. Und es würde die Sache politisch erneut hoch brisant werden lassen: Die Bundeshaushaltsordnung verbietet den Bau einer unwirtschaftlichen Strecke strikt, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wären die Hände gebunden, und Stuttgart 21 stünde vollständig zur Disposition.

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