Kritik am Jobcenter Bundesrechnungshof kritisiert Jobcenter

Der Bundesrechnungshof wirft den Jobcentern vor, Fördermittel für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen nicht richtig einzusetzen - zulasten des Steuerzahlers.

Die Jobcenter sollen Geld verschwendet haben. Quelle: dpa

Der Bundesrechnungshof hat die Jobcenter heftig kritisiert. Grund dafür ist der zweifelhafte Einsatz von Geldern, die zur Vermittlung von Langzeitarbeitslosen gedacht waren. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf einen Abschlussbericht der Finanzkontrolleure für das Bundesarbeitsministerium. Den Jobcentern soll es dabei nicht gelungen sein, Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Knapp drei Viertel der früheren Hartz-IV-Empfänger hätten - so der Bericht - nur einen Job bei gemeinnützig tätigen Arbeitgebern oder Einrichtungen bekommen, die Förderprogramme der Bundesagentur für Arbeit umsetzten, kritisieren die Rechnungsprüfer.

Die Hartz-Reformen

Bei mehr als 90 Prozent der geprüften Fälle habe es sich um befristete Arbeitsverträge gehandelt, "die in der Regel mit der Förderung endeten, sodass die Arbeitnehmer wieder arbeitslos wurden". Und nur in vier Prozent der Fälle sei es überhaupt gelungen, die Arbeitnehmer nach der Förderzeit "in eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern".

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Damit wirft der Bundesrechnungshof den Arbeitsvermitteln sogar die Verschwendung von Steuermitteln vor: Denn einige Jobcenter sollen nicht nur staatliche Fördergelder, sondern auch Landes- und kommunale Mittel verwendet haben - ohne sie korrekt abzurechnen.

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