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+++Landtagswahlen 2016 - der Wahlabend+++ Die Wähler zieht es wieder mehr an die Urnen

Die drei Landtagswahlen verzeichnen eine deutlich höhere Wahlbeteiligung, die vor allem der AfD nützt. CDU und SPD verlieren deutlich an Zustimmung. Der Abend im Überblick.

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AfD bei Sachsen-Anhalt-Wahl. Quelle: dpa Picture-Alliance

  • In drei Bundesländern wurde an diesem Sonntag gewählt: In Sachsen-Anhalt sind 1,9 Millionen Menschen zu Wahl aufgerufen, in Baden-Württemberg 7,7 Millionen und in Rheinland-Pfalz 3,1 Millionen.
  • In Mainz regiert die SPD seit 25 Jahren - das wird ersten Prognosen zufolge auch so bleiben; in Magdeburg deutet sich eine Fortsetzung der schwarz-roten Koalition an, braucht aber noch einen dritten Partner, die AfD wird zweitstärkste Kraft und gewinnt auf Anhieb über 20 Prozent; in Stuttgart kann Winfried Kretschmann weiterregieren, die SPD hat aber deutlich verloren. Das macht eine Koalition schwierig.
  • Die Wahlbeteiligung ist in allen drei Ländern deutlich angestiegen. In Rheinland-Pfalz haben am Sonntag so viele Menschen abgestimmt wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr.

+++21:15 Uhr+++

Die Wahlerfolge der AfD in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind in der deutschen Wirtschaft mit gemischten Gefühlen und teils großer Sorge aufgenommen worden. "Der Trend gegen Europa, gegen den Euro, ist nun auch in Deutschland angekommen", sagte Anton Börner, der Präsident des Außen- und Großhandelsverbandes BGA, am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Politiker der etablierten Parteien müssten sich nun zusammensetzen und den Bürgern die Vorteile eines gemeinsamen Europa vermitteln. "Gelingt das nicht, dann sehe ich schwarz", sagte Börner.


+++21:00 Uhr+++

Den Grund für den Wahlerfolg der Grünen in Baden-Württemberg ist nach Ansicht von Wahlforschern in erster Linie die Person Kretschmann, der in Schwaben und Baden außerordentlich beliebt ist. Jenseits des Südwestens schaffen die Grünen dagegen in Umfragen Werte bis höchstens 17 Prozent, häufig liegen sie nur im einstelligen Bereich - unabhängig davon ob Realos oder linker Flügel dominieren.

+++20:50 Uhr+++

Nach der Auszählung von rund 90 Prozent der Stimmbezirke in Baden-Württemberg lag die Wahlbeteiligung bei knapp 70 Prozent, wie der Landeswahleiter am Abend mitteilte. Dies ist deutlich mehr als bei den drei vorhergegangenen Landtagswahlen: 2011 lag die Beteiligung bei 61,8 Prozent, 2006 bei 58,2 Prozent und 2001 bei 62,1 Prozent. 1996 waren 70,8 der Stimmberechtigten zur Wahlurne gegangen.


+++20:40 Uhr+++

So viel Aufbruchsstimmung war bei der FDP lange nicht mehr. Die nach ihrem Absturz 2013 fast in der Versenkung verschwundene Partei schaffte es bei den Wahlen am Sonntag nicht nur im Stammland Baden-Württemberg, sondern auch in Rheinland-Pfalz zurück ins Parlament, möglicherweise auch in Sachsen-Anhalt. Die Partei ist ihrem Ziel näher gerückt, im Herbst nächsten Jahres in den Bundestag zurückzukehren. Nach den Erfolgen in Bremen und Hamburg im vergangenen Jahr konnte sie erneut zeigen, dass mit ihr weiter zu rechnen ist. Den Liberalen könnte sogar die Rolle des Königsmachers zufallen.

+++20:32 Uhr+++

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl das Gespräch mit FDP und Grünen suchen. Das kündigte sie am Sonntagabend in Mainz an. „Ich habe eine ganz, ganz klaren Regierungsauftrag erhalten“, sagte sie. Eine große Koalition sei immer nur die Ultima Ratio. SPD-Landeschef Roger Lewentz betonte: „Eine große Koalition, die schließe ich am heutigen Abend wirklich aus.“

Reaktionen aus den Ländern
Björn Höcke, AfD Quelle: REUTERS
Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner: Quelle: dpa
Ralf Stegner, SPDSPD-Vize Ralf Stegner erwartet ungeachtet des schwachen Abschneidens bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt keine Diskussion über Parteichef Sigmar Gabriel. "Nein, kein Stück", sagte Stegner am Sonntag in der ARD. "Wir werden jetzt gemeinsam schauen, dass wir jetzt die nächsten Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gut machen und im nächsten Jahr im Bund. Und der Rückenwind aus Mainz wird uns dabei helfen." In Rheinland-Pfalz sind die Sozialdemokraten stärkste Partei geworden. Zum Erfolg der rechtspopulistischen AfD sagte Stegner: "Die AfD hat mit Angstmacherei Punkte gemacht. Wir rücken nicht nach rechts." Quelle: dpa
Alexander Gauland, AfD Quelle: dpa
Sigmar Gabriel, SPD Quelle: REUTERS
Frauke Petry, AfD Quelle: AP
Katrin Budde, SPD Quelle: REUTERS

+++20:22 Uhr+++

Malu Dreyer (SPD) will ihren Wahlsieg in Rheinland-Pfalz nicht mit der Zukunft von Parteichef Sigmar Gabriel verknüpft sehen. "Er hat mir gratuliert. Es ist eine totale Überhöhung, davon Sigmar Gabriels Zukunft abhängig zu machen", sagte die Ministerpräsidentin im phoenix-Interview.

+++ 20:15 Uhr+++

„Der massive Rechtsruck in unserem Land gibt Anlass zu großer Sorge. Wenn Wählerinnen und Wähler in so enormem Ausmaß dem Ruf von Rechtspopulisten und -extremisten folgen, liegt ein Versagen der demokratischen Parteien vor“, sagt Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

+++20:07 Uhr+++

Sachsen-Anhalts SPD-Landeschefin Katrin Budde hat nach dem Desaster einen Rücktritt abgelehnt. „Ich werde weitermachen“, sagte sie am Sonntagabend im Landtag.

+++20:00 Uhr+++

Die AfD hat in Pforzheim und Mannheim Direktmandate erreicht. Bernd Grimmer verwies in Pforzheim mit 24,2 Prozent den Grünen-Kandidaten ganz knapp auf Rang zwei. In Mannheim I landete nach Angaben der Stadt AfD-Mann Rüdiger Klos mit 22,9 Prozent knapp vor dem SPD-Politiker Stefan Fulst-Blei, der bislang das Direktmandat inne hatte.


+++19:50 Uhr+++

Der FDP könnte der Sprung in den sachsen-anhaltischen Landtag misslingen. Die dritte Hochrechnung des Senders MDR zu der Landtagswahl sah die Liberalen am Sonntagabend bei 4,9 Prozent. Der FDP-Landesverband reagierte auf Twitter mit dem Satz: „Noch ist nicht aller Tage Abend.“

+++19:40 Uhr+++

Der Rechtsruck in drei Bundesländern hat laut Forschungsgruppe Wahlen direkt mit der Berliner Flüchtlingspolitik zu tun. Dennoch: Wer in der Krise nicht wackelt und einen klaren Mitte-Kurs fährt, hat bessere Chancen.

+++19:29 Uhr+++

+++19:24 Uhr+++

"Wir befinden uns auf der Siegerstraße - vor allen Dingen zum Bundestag 2017", sagt AfD-Chefin Frauke Petry.

Die Spitzenkandidaten bei den Landtagswahlen
Ein Wahllokal in Baden-Württemberg Quelle: dpa
Winfried Kretschmann, die Grünen Quelle: AP
Jörg Meuthen, AfD Quelle: dpa
Nils Schmid, SPD Quelle: dpa
Guido Wolf, CDU Quelle: dpa
Rheinland-Pfalz Quelle: dpa
Eveline Lemke, die Grünen Quelle: dpa

+++19:20 Uhr+++

Grünen-Chefin Simone Peter sieht den Wahlsieg von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg als „fulminantes Ergebnis“ der Regierungspolitik im Südwesten. „Das ist ein ganz tolles Lob, eine ganz tolle Unterstützung der grandiosen Politik“, sagte Peter am Sonntagabend in Berlin. Die Grünen als stärkste Kraft in Baden-Württemberg würden sich nun bemühen, eine stabile Mehrheit „auf die Beine zu stellen“.

+++19:15 Uhr+++

Jemand kennt schon die Gründe für Julia Klöckners Wahlniederlage.


+++19:12 Uhr+++

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich nach seinem Wahlsieg vom Abschneiden der AfD betroffen gezeigt. Gleichzeitig sieht er einen klaren Auftrag zur Regierungsbildung: „Wir werden in Sachsen-Anhalt eine starke Regierung der Mitte bilden.“

+++19:05 Uhr+++

Sachsen-Anhalts Linken-Landeschefin Birke Bull hat die ersten Zahlen zur Landtagswahl als „bitteres Ergebnis“ bezeichnet. „Wir haben es nicht geschafft, zu überzeugen“, sagte sie am Sonntagabend in Magdeburg.

Freude und Leid liegen nah beieinander

+++18:58 Uhr +++

Die rechtspopulistische AfD liegt nach einer ARD-Hochrechnung von 18.35 Uhr in Baden-Württemberg knapp vor der bisher mitregierenden SPD. Nach diesen Zahlen kam die AfD auf 13,1 Prozent, die SPD auf 12,9 Prozent.

+++18:55 Uhr+++

Zweite Hochrechnung Rheinland-Pfalz: SPD 37,4 Prozent CDU 32,5 Prozent; AfD 10,9 Prozent; FDP 6,4 Prozent; Grüne 5,2 Prozent; Linke 3,0 Prozent.

+++18:53 Uhr+++

"Wir sind nicht stärkste Kraft geworden, aber rot-grün wurde abgewählt", sagte Julia Klöckner in einem erste Statement. Sie hat in Rheinland-Pfalz deutlich gegen Malu Dreyer verloren. Ihren Verbleib in der Landespolitik lässt sie offen: "Ich glaube, man sollte einige Minuten und Stunden nach der Wahl nicht schon eine Antwort auf alles haben".

+++18:49 Uhr+++

Nach dem Wahldebakel für die SPD in Sachsen-Anhalt wächst in der Partei Widerstand gegen Landeschefin Katrin Budde. „Es ist Zeit, die Partei neu aufzustellen“, sagte der SPD-Abgeordnete und Innenexperte Ronald Brachmann am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Das Wahldebakel könne man nicht nur mit dem Flüchtlingsthema begründen.

+++18:42 Uhr +++

"Die Große Koalition ist verantwortlich für den gesellschaftlichen Rechtsruck", sagt Katja Kipping, die Chefin der Linken.

+++18:38 Uhr+++

"Wir freuen uns sehr über das Ergebnis, das ist ein großer Erfolg für die Alternative für Deutschland. Wir sind gekommen, um zu bleiben, und wir sind jetzt in Deutschland im Parteiensystem angekommen", sagt die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch im phoenix-Interview.

+++18:34 Uhr+++

"Es wäre für uns eine wichtige Basis", sagt FDP-Chef Lindner mit Blick auf die Ergebnisse seiner Partei, die bei der Koalitionssuche noch das Zünglein an der Waage werden könnte. "Wir sind bereit, haben aber auch unsere Prinzipien und Projekt. Wir müssen nicht um jeden Preis regieren." Er mahnte aber auch an, dass über die Erfolge der AfD zu sprechen sein wird.

+++18:32 Uhr+++

"Die Baden-Württemberger haben heute noch mal Geschichte geschrieben und die Grünen zur stärksten Kraft im Lande gemacht", sagt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Ich nehme den Auftrag an, auch weiterhin den Ministerpräsident zu stellen. Damit wir auch in den nächsten fünf Jahren - mit Leidenschaft, Beharrlichkeit - weiter daran arbeiten, dass es stark, lebenswert bleibt. Ein Land bleibt, in dem es sich zu leben lohnt."

+++18:30 Uhr+++

+++18:24 Uhr+++

Erste Hochrechnung Rheinland-Pfalz: SPD 37,5 Prozent, CDU 32, 8 Prozent, Grüne 5 Prozent, FDP 6,4 Prozent, AfD 10,2 Prozent.

+++18:22 Uhr +++

"Ich bin glücklich - das ist ein guter Tag für die Partei und für mich", sagt Malu Dreyer, die die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz deutlich gewonnen hat und damit auch zukünftig Ministerpräsidentin bleiben kann.

+++18:20 Uhr+++

Erste Hochrechnung Sachsen-Anhalt: CDU 30,2 Prozent; Linke 16,7 Prozent; SPD 11,9 Prozent; Grüne 5 Prozent; FDP 5 Prozent; AfD 21,8 Prozent.

+++18:18 Uhr+++

"Es ist geschafft - und niemand der das selbst miterlebt hat, kann ermessen, wie schwer dieser Weg gewesen ist", sagt Jörg Meuthen, AfD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg. Die AfD ist mit 12,5 Prozent drittstärkste Kraft - mit den deutlichsten Gewinnen.

+++18:12 Uhr+++

Erste Hochrechnung Baden-Württemberg: CDU 27,5 Prozent; Grüne 32,3 Prozent; SPD 13,0 Prozent; FDP 8,0 Prozent; Linke 3,0 Prozent; AfD 12,5 Prozent

+++18:10 Uhr+++

Prognose Rheinland-Pfalz: SPD 37,5 Prozent; CDU 33 Prozent; Grüne 5 Prozent; FDP 6,5 Prozent Linke 3 Prozent; AfD 10 Prozent.

+++18:08 Uhr+++

Prognose Sachsen-Anhalt: CDU 30 Prozent; Linke 16,5 Prozent; SPD 12 Prozent; Grüne 5 Prozent; FDP 5 Prozent; AfD 21,5 Prozent.

+++18:07 Uhr+++

Schwache Volksparteien, sehr starke Grüne in Baden-Württemberg und eine triumphierende AfD: So lassen sich die Wahlen nach der ersten Prognose zusammenfassen.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz

+++18:05 Uhr+++

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff hat laut ZDF-Prognose die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. Die rechtspopulistische AfD erzielte am Sonntag demnach mit 21,5 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl.

+++18:00 Uhr+++

Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben am Sonntag die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen und laut ARD-Prognose die CDU als stärkste politische Kraft abgelöst. In Sachsen-Anhalt wird die AfD zweitstärkste Kraft, die CDU bekommt 30 Prozent. Allerdings war zunächst zweifelhaft, ob es für eine Fortsetzung der bundesweit ersten grün-roten Koalition reicht. Die SPD unter Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz klar stärkste Kraft geworden.

+++17:30 Uhr+++

Die letzte halbe Stunde ist angebrochen: Es bleibt spannend, wer gleich jubeln darf und wer von der Wahlparty gleich schnell wieder verschwindet. Es könnte sein, dass die Mehrheitsverhältnisse in keinem der drei Bundesländer eindeutig werden - und wir Koalitionen kennen lernen, die es nicht so oft gibt.

+++17:00 Uhr +++

Das große Thema der Wahlen in den drei Bundesländern ist die Flüchtlingskrise. Sie macht offensichtlich insbesondere die AfD stark. Es wird damit gerechnet, dass die Partei in alle drei Landtage einziehen wird, in Sachsen-Anhalt werden sogar mit über 20 Prozent gerechnet. Die Folge: Parteien wie Grüne und FDP müssen in einigen Bundesländern um ihren Wiedereinzug in den Landtag bangen.

+++16:30 Uhr+++

In Magdeburg kann Ministerpräsident Reiner Haseloff dem Wahltag relativ entspannt entgegensehen - vieles deutet auf eine Fortsetzung seiner schwarz-roten Koalition hin, auch wenn der Partner SPD schwächelt. Rund 1,9 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Jeder von ihnen kann zwei Stimmen abgeben. Landesweit treten in den 43 Wahlkreisen 15 Parteien mit 423 Kandidaten an. Der Landtag umfasst mindestens 87 Abgeordnete. Mit einer achtjährigen Unterbrechung zwischen 1994 und 2002 hat in Sachsen-Anhalt immer die CDU den Ministerpräsidenten gestellt. Das letzte ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl sah so aus: CDU 32 Prozent, Linke 21, AfD 18, SPD 14, Grüne 5 und FDP 4,5 Prozent.

+++16:00 Uhr+++

In Rheinland-Pfalz lieferten sich SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und CDU-Herausforderin Julia Klöckner in der Schlussphase des Wahlkampfs ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. In Sachsen-Anhalt kann sich Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner schwarz-roten Koalition machen.

+++15:30 Uhr+++

In Stuttgart kämpft Deutschlands einziger Ministerpräsident der Grünen, Winfried Kretschmann, um eine zweite Amtszeit. Nach den Umfragen muss die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf befürchten, erstmals seit Bestehen des Bundeslandes Baden-Württemberg nicht als stärkste Partei aus einer Landtagswahl hervorzugehen.


+++ 15.00 Uhr +++

Noch kräftiger ging die Wahlbeteiligung in Rheinland-Pfalz nach oben. Dort registrierte die Wahlleitung eine Abstimmungsquote von 56 Prozent bis 14.00 Uhr. Das sind fast 13 Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2011. Nach oben gingen die Zahlen auch in Sachsen-Anhalt. Dort hatten bis 14.00 Uhr 35,4 Prozent der Berechtigten gewählt, rund sieben Prozentpunkte mehr als 2011.

+++ 14.30 Uhr +++

Die Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen in drei Bundesländern fällt wahrscheinlich deutlich höher aus als vor fünf Jahren. Im bevölkerungsstarken Baden-Württemberg gaben nach Angaben der Landeswahlleitung am Sonntag bis 14.00 Uhr rund 35,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Das ist ein Zuwachs von fast fünf Prozentpunkten gegenüber den Zahlen von 2011.

+++ 14.00 Uhr +++

Trotz schlechter Umfragewerte für seine Partei hat sich SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid bei der Stimmenabgabe in Reutlingen zuversichtlich gezeigt. Je mehr Menschen zur Landtagswahl gingen, desto besser sei dies für die zusammen mit den Grünen regierenden Sozialdemokraten, sagte er am Morgen. Begleitet wurde Schmid bei der Stimmenabgabe in seinem Wohnort von Ehefrau Tülay und der gemeinsamen Tochter. Der Kreis Reutlingen ist Schmids Wahlkreis. Die SPD kommt im letzten ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl auf 14 Prozent der Stimmen – 2011 hatte sie noch 23,1 Prozent erreicht.

"Soll ich sagen, wen ich gewählt habe?"

+++ 13.30 Uhr +++

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat am Morgen in Trier ihre Stimme für die Landtagswahl abgegeben. „Ich bin ganz gespannt auf heute Abend“, sagte Dreyer. „Ich bin froh gelaunt und schon zuversichtlich, wir haben alles gegeben.“ Die Regierungsbildung werde nach der Wahl „wahrscheinlich nicht einfach“. Dreyer lebt mit ihrem Mann, dem früheren Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD), seit vielen Jahren im Schammatdorf in Trier, einem Wohnprojekt mit rund 300 Bewohnern.

+++ 13.00 Uhr +++

Bei den Landtagswahlen in drei Bundesländern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. In Sachsen-Anhalt gaben nach Angaben der Landeswahlleitung bis zum Mittag bereits rund 25 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab - rund fünf Prozentpunkte mehr als im Jahr 2011. In Rheinland-Pfalz beteiligten sich unter Einschluss der Briefwahl-Stimmen bereits rund 40 Prozent der Wahlberechtigten bis zum Mittag. Dies sind rund neun Prozentpunkte mehr als 2011. Auch in den meisten größeren Städten Baden-Württembergs gaben nach Berichten regionaler Medien am Morgen schon mehr Menschen ihre Stimmen ab als bei der vorangegangenen Landtagswahl.

Insgesamt sind in den drei Ländern knapp 13 Millionen Wahlberechtigte zum Stimmabgabe aufgerufen - das ist nahezu jeder fünfte stimmberechtigte Bürger in Deutschland. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet.

+++ 12.30 Uhr +++

Gut gelaunt hat die rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner in ihrer Heimat Bad Kreuznach ihre Stimme abgegeben. „Soll ich sagen, wen ich gewählt habe?“, scherzte sie mit den anwesenden Journalisten am Sonntagvormittag. Sie sei in freudiger Erwartung, aber nicht nervös, sagte die 43-Jährige. „Wir haben das getan, was wir tun konnten. Jetzt liegt die Entscheidung in den Händen der Wähler.“ Die Christdemokratin will Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD in der Staatskanzlei ablösen. SPD und CDU liegen nach jüngsten Umfragen fast gleichauf.


+++ 12.00 Uhr +++

In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind an diesem Sonntag rund 12,7 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Damit sind die drei Landtagswahlen eine Art kleine Bundestagswahl. Als solche wird gemeinhin die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bezeichnet, wo zuletzt knapp 13,3 Millionen Menschen wahlberechtigt waren.

+++ 11.30 Uhr +++

Nach den Meinungsumfragen wird die AfD in alle drei Landtage einziehen, zum Teil mit zweistelligen Ergebnissen. Damit wäre sie künftig in acht der 16 Landesparlamente vertreten. Ein solcher Erfolg der Rechtspopulisten könnte vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu schwierigen Regierungsbildungen führen. In beiden Ländern haben die amtierenden Koalitionen nach den jüngsten Umfragen keine Mehrheit mehr.

+++ 11.00 Uhr +++

In Stuttgart zeichnete sich zum Auftakt am Morgen eine höhere Wahlbeteiligung als zur Wahl 2011 ab. „Es gab dieses Jahr viele Frühwähler, aber für eine Trendaussage ist es noch zu früh“, sagte ein Sprecher der Landeshauptstadt. Dabei wurden auch Briefwähler mitgezählt.

+++ 10.30 Uhr +++

Spitzenkandidat der Grünen ist Winfried Kretschmann (67). Für die SPD tritt der derzeitige Vize-Regierungschef und Landesvorsitzende Nils Schmid (42) an. CDU-Herausforderer ist der Landtagsfraktionschef Guido Wolf (54). Bei der FDP ist Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (54) das Aushängeschild. Die Linke schickt ein Duo aus Bundeschef Bernd Riexinger (60) und der Mannheimer Stadträtin Gökay Akbulut (33) ins Rennen. Die Alternative für Deutschland (AfD) setzt auf ihren Landes- und Bundeschef Jörg Meuthen (54).

Die Flüchtlingskrise war das Topthema. Zudem spielten die innere Sicherheit (Einbruchszahlen) und die Bildung (Umgang mit der Gemeinschaftsschule) eine größere Rolle.

Das letzte ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl sah die Grünen bei 32 und die CDU bei 29 Prozent. Dahinter folgen SPD (14 Prozent), AfD (11), FDP (6) und die Linke (4).

Was man über die Wahlen wissen muss

+++ 10.00 Uhr +++

Was man über die Wahl in Rheinland-Pfalz wissen muss:

SPD-Spitzenkandidatin ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer, für die CDU tritt Landeschefin und Bundesvize Julia Klöckner an. Bei den Grünen sind es Vizeregierungschefin Eveline Lemke und Fraktionschef Daniel Köbler. Für die FDP wirft Landeschef Volker Wissing den Hut in den Ring. AfD-Spitzenkandidat ist der Landesvorsitzende Uwe Junge. Die Linke wartet mit ihrem Duo Kathrin Meß und Jochen Bülow auf.

Die Flüchtlingskrise war das Topthema. Hinzu kamen innere Sicherheit, Bildung und Wirtschaft.

Das letzte ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl sah die regierende SPD mit 36 Prozent hauchdünn vor der CDU (35 Prozent). Die AfD lag bei 9, die FDP bei 7 und die Grünen bei 5,5 Prozent. Die Linke würde mit 3 Prozent nicht den Sprung in den Landtag schaffen.

+++ 9.30 Uhr +++

Was man über die Wahl in Sachsen-Anhalt wissen muss:

Spitzenkandidat der CDU ist Ministerpräsident Reiner Haseloff (62). Die Linkspartei stellte ihren Fraktionsvorsitzenden Wulf Gallert (52) auf Platz eins. Die SPD zieht mit Fraktions- und Parteichefin Katrin Budde (50) in den Wahlkampf. Bei den Grünen ist Fraktionschefin Claudia Dalbert (61) das Aushängeschild. Die Alternative für Deutschland (AfD) tritt mit Landeschef André Poggenburg (41) an, die FDP mit Frank Sitta (37).

Das Flüchtlingsthema dominierte zahlreiche Debatten. Aber auch die Wirtschaftslage, die Personalausstattung der Polizei oder Kosten für die Kinderbetreuung waren wichtige Themen.

Das letzte ZDF-„Politbarometer“ vor der Wahl sah die CDU mit 32 Prozent vorn. Dahinter folgten Linke (21 Prozent) und AfD (18) sowie abgeschlagen die SPD (14 Prozent). Eng wird es für Grüne (5) und FDP (4,5 Prozent).

+++ 9.00 Uhr +++

Um 8.00 Uhr öffneten für die insgesamt 12,7 Millionen Stimmberechtigten die Wahllokale. Die Wahlen stehen ganz im Zeichen der Flüchtlingskrise und sind damit indirekt auch ein Stimmungstest für den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Flüchtlingszuzug und die damit einher gehenden Probleme waren das bestimmende Thema in den Wahlkämpfen.

In Baden-Württemberg kämpft Deutschlands einziger Ministerpräsident der Grünen, Winfried Kretschmann, um eine zweite Amtszeit. In Sachsen-Anhalt kann sich Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner schwarz-roten Koalition machen. In Rheinland-Pfalz lieferten sich SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und CDU-Herausforderin Julia Klöckner in der Schlussphase des Wahlkampfs ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. In Sachsen-Anhalt kann sich Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner schwarz-roten Koalition machen.

Nach den Meinungsumfragen wird die AfD in alle drei Landtage einziehen, zum Teil mit zweistelligen Ergebnissen. Damit wäre sie künftig in acht der 16 Landesparlamente vertreten. Ein solcher Erfolg der Rechtspopulisten könnte vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu schwierigen Regierungsbildungen führen. In beiden Ländern haben die amtierenden Koalitionen nach den jüngsten Umfragen keine Mehrheit mehr.

(Mit Material von dpa, Reuters und ap)

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