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Landtagswahlen Am Sonntag gilt's - auch für Berlin

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Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: dpa

Auf die Wirtschaft kommen, so oder so, nach Lage der Dinge keine gravierenden Veränderungen zu: Die SPD tritt hier nicht ypsilantisch auf – und auch die Grünen erwecken in Baden-Württemberg nicht den Anschein, als wollten sie jeden Frosch vor heransausenden Porsche-Pneus retten. Ein bisschen Dirigismus für die gute Sache, versteht sich, gehört freilich dazu: der Ausbau der Windenergie, die Konzentration der Wirtschaftsfördergelder auf "Zukunftstechnologien" und die Förderung des Bio-Landbaus sind im "Sofortprogramm" ebenso vorgesehen wie eine nachhaltige Finanzpolitik, eine Stärkung der Steuerbehörden (zur Vermeidung von Steuerbetrug) und eine Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent. Viel Schrecken verbreitet das im Mittelstand nicht.

Bleibt die Frage, was am Sonntag auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zukommt und Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Wohin man auch blickte in den vergangenen Monaten – von einer "bürgerlichen" Politik war weit und breit nichts zu sehen. Atompolitik, Euro-Rettungsschirm, Guttenberg - stets war es die Lausebengels von der Opposition, die Augenmaß, Solidität und Anstand auf ihrer Seite hatten.

Zurück zu Alfred Dregger

Selbst für die meisten ihrer Anhänger ist es nur allzu offensichtlich: Angela Merkel hat die Grenze zu Beliebigkeit und Austauschbarkeit zu oft überschritten. Warum sie mit ihrer (ehrlich gemeinten?) europäischen Transferunions-, Anti-Atom- und Kein-Krieg-für-Öl-Politik noch auf Seiten der "liberalen" FDP steht und nicht (erneut) auf Seiten der SPD oder auch der Grünen – das ist eine Frage, die ihr in der nächsten Woche nicht nur einmal gestellt werden wird.

Es sei denn, Stefan Mappus gewinnt doch noch. Auch das wäre ein Zeitzeichen: Für die nächste Rolle rückwärts der CDU - zurück zu Alfred Dregger.

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