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Landwirtschaft Kabinett verbietet das Kükentöten

Jährlich werden 45 Millionen männliche Küken grausam getötet. Nach langen Debatten reagiert nun die Politik - mit einem Gesetz ab 2022.

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Massentötung: In der industriellen Landwirtschaft sind nur die weiblichen Küken von Nutzen. Für kleine Hähne kommt gleich nach dem Schlüpfen das Todesurteil. Quelle: imago images/Forum

Das millionenfache Töten männlicher Küken in der Legehennenhaltung in Deutschland soll ab Anfang 2022 verboten sein. Das sehen Gesetzespläne von Agrarministerin Julia Klöckner vor, die das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht hat. Es sei ein „bedeutender Fortschritt für mehr Tierschutz“, wenn diese unethische Praxis dann der Vergangenheit angehöre, sagte die CDU-Politikerin.
Stattdessen sollen Verfahren auf breiter Front einsetzbar sein, um das Geschlecht im Ei zu erkennen und männliche Küken gar nicht erst schlüpfen zu lassen. In einem zweiten Schritt ab Anfang 2024 sollen dafür nur noch Methoden erlaubt sein, die zu einem früheren Zeitpunkt beim Brüten funktionieren. Das soll Schmerz für das Embryo vermeiden.

In Deutschland werden jährlich rund 45 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen routinemäßig getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen. Tierschützer kritisieren das seit Jahren. Das Bundesverwaltungsgericht hatte 2019 entschieden, dass Tierschutzbelange schwerer wiegen als wirtschaftliche Interessen, und es erklärte die Praxis nur noch für eine Übergangszeit für zulässig.

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