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Lieferprobleme Altmaier erwartet baldige Entspannung auf Chipmarkt

Bundeswirtschaftsminister Altmaier trifft sich mit Unternehmen aus der Mikroelektronikbranche. Staatliche Förderungen sollen das Lieferkettenproblem lösen.

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Altmaier bezifferte den Gesamtbedarf der öffentlichen Gelder, die Deutschland für das europäische Projekt zur Verfügung stellen muss, auf fünf bis zehn Milliarden Euro. Quelle: Bloomberg

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet mit einer baldigen Entspannung auf dem Chipmarkt. Die Corona-bedingten Effekte und die Störungen in den Lieferketten dürften in den nächsten Monaten weniger werden und dann gänzlich verschwinden, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Altmaier wollte am Mittwoch mit Vertretern von rund 50 Unternehmen der Mikroelektronikbranche beraten. Sie kommen für staatliche Förderungen in Betracht.
In der Mikroelektronik läuft momentan ein zweites europäisches Großprojekt an. In dessen Rahmen können Firmen zusammenarbeiten und staatliche Förderungen bekommen.

Ziel ist es, in dem Bereich unabhängiger von Importen aus den USA und Asien zu werden. Europas Marktanteil an der weltweiten Chipproduktion soll bis 2030 auf 20 Prozent verdoppelt werden. Unternehmen sollen bei Projekten Zuschüsse von 20 bis 40 Prozent erhalten.

Altmaier bezifferte den Gesamtbedarf der öffentlichen Gelder, die Deutschland für das europäische Projekt zur Verfügung stellen muss, auf fünf bis zehn Milliarden Euro. „Dies ist eine gewaltige Kraftanstrengung.“ Knapp drei Milliarden Euro seien bereits im Haushalt enthalten.

Die genaue Höhe werde abhängig sein, wie stark das Interesse der Investoren am Ende sein werde. 2018 hatte es in der Branche ein erstes europäisches Förderprojekt gegeben. Damals wurden laut Wirtschaftsministerium mit Fördergeldern von bis zu einer Milliarde Euro private Investitionen in Höhe von 2,6 Milliarden ausgelöst. Rund 2400 Jobs seien entstanden.

Der Mangel an Mikrochips wird auch nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann nur vorübergehend sein. Es gebe in der Zwischenzeit beträchtliche Investitionen in die Produktion von Chips, sagte der österreichische Notenbanker in einem Interview der Tageszeitung „Der Standard“.

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