Machtkampf in der CSU Seehofer will offenbar Söder als Parteichef verhindern

Seit 2008 ist er CSU-Chef – und will es bis zum Jubiläum 2018 wohl auch bleiben: Horst Seehofer denkt angeblich nicht daran, den Parteivorsitz abzugeben. Will er den Aufstieg seines Protegés Markus Söder verhindern?

Offenbar scheut der bayerische Ministerpräsident Seehofer einen Finanzminister unter sich, der als Vorsitzender die Parteigeschicke in den Händen hält. Quelle: dpa

MünchenBayerns Ministerpräsident Horst Seehofer erwägt nach einem „Spiegel“-Bericht einen Verbleib als CSU-Parteichef bis 2018. Unter Berufung auf Parteikreise berichtete das Nachrichtenmagazin, der CSU-Vorsitzende denke daran, sich möglicherweise auf dem Parteitag Ende dieses Jahres außerplanmäßig noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigen zu lassen. Damit wolle er den Aufstieg seines ehrgeizigen Finanzministers Markus Söder verhindern, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter.

Ein Parteisprecher bezeichnete den Bericht am Samstag als „reine Spekulation“. Ende November hatte Seehofer bei seiner Wiederwahl auf dem Parteitag in München einen Dämpfer erhalten. Mit 87,2 Prozent musste er sein bislang schlechtestes Ergebnis einstecken. Seehofer ist seit 2008 CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident in Bayern.

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