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Martin Schulz SPD will Glyphosat-Anwendung in Deutschland stark einschränken

Im Streit um die Zulassungverlängerung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in der EU kündigt die SPD Konsequenzen an: Man werde sich dafür einsetzen, die Anwendung weitestgehend einzuschränken.

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Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz nannte das Verhalten von Agrarminister Christian Schmidt „skandalös“. Auch aus anderen Parteien wird Kritik laut. Die Grünen forderten den Rücktritt des Ministers. Quelle: dpa

Berlin Eine neue Bundesregierung muss nach den Worten von SPD-Chef Martin Schulz ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat anstreben. Die SPD setze sich nachdrücklich dafür ein, „die Anwendung von Glyphosat in Deutschland weitestgehend einzuschränken, wenn möglich zu verbieten“, erklärte Schulz am Mittwoch in Berlin. „Eine künftige Bundesregierung muss hieran arbeiten und die notwendigen Rechtsvoraussetzungen schaffen.“ Schulz nannte das Verhalten von Agrarminister Christian Schmidt „skandalös“. Der CSU-Politiker habe damit einen „massiven Vertrauensverlust“ innerhalb der geschäftsführenden Bundesregierung ausgelöst.

Der Vertreter des Agrarministeriums hatte am Montag in Brüssel auf Weisung Schmidts dafür gestimmt, die Zulassung von Glyphosat in der EU um weitere fünf Jahre zu verlängern. Das deutsche Ja war nicht mit Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) abgestimmt, die gegen die Verlängerung war.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Schmidt öffentlich gerügt, weil er gegen die Geschäftsordnung der Bundesregierung verstoßen habe. Demnach hätte sich Deutschland bei Uneinigkeit zwischen den Ressorts eigentlich enthalten müssen. Das Thema belastet das Klima zwischen Union und SPD vor Gesprächen über eine Regierungsbildung stark

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