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Medienbericht IG Metall will in die Dienstleistungsbranche

Die IG Metall hat einen neuen Arbeitsschwerpunkt, laut Medienbericht. Sie will im industrienahen Dienstleistungssektor aktiv werden und auch andere Tarifverträge sogar übertrumpfen.

Die IG Metall will laut Medienbericht in industrienahen Dienstleistungen eigene Tarifverträge abschließen Quelle: dpa

Hamburg/Frankfurt Die IG Metall will nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ künftig in industrienahen Dienstleistungen eigene Tarifverträge abschließen und diese nicht der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di überlassen.

Die Gewerkschaft will nicht länger hinnehmen, dass Industrieunternehmen immer mehr Arbeiten ausgliedern. Inzwischen würden „wesentliche Teile der Vorleistungen ausgegliedert“, sagte IG-Metall-Vizechef Detlef Wetzel der „Frankfurter Rundschau“ laut Vorabbericht. Dies gelte für Entwicklungsarbeiten ebenso wie für die Instandhaltung, Logistik und Vormontage von Autoteilen. Wetzel kritisierte, solche industriellen Dienstleistungen würden oft außerordentlich schlecht bezahlt.

Die IG Metall wolle nicht nur tariffreie Unternehmen in die Verantwortung nehmen, sondern auch Tarifverträge übertrumpfen, die die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen hat, etwa in der Logistikbranche.

Dort Tarifverträge zu etablieren sei ein neuer Schwerpunkt der Metallgewerkschaft. Das betreffe beispielsweise die Logistik und Zulieferer, aber auch Abteilungen mit hoch qualifizierten Entwicklungsdienstleistern. Um Tarifverträge zu erzwingen, will die Gewerkschaft auch Stammbelegschaften der Hauptwerke einsetzen.

„Alles, was in unserer Wertschöpfungskette steht, gehört zu uns“, sagte Wetzel.

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