Merkel geht auf Distanz Grüne sind keine bevorzugten Partner für Union

„Einigermaßen entsetzt“ sei Angela Merkel über den Beschluss der Grünen zur Vermögenssteuer gewesen. Auf einer CDU-Regionalkonferenz ging die Parteichefin auf Distanz. Ausschließen wollte sie Schwarz-Grün aber nicht.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwochabend in Münster die Unterschiede zwischen Union und den Grünen herausgestellt. Quelle: dpa

Münster/Berlin Die Grünen sind nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel kein bevorzugter Koalitionspartner der Union nach der Bundestagswahl 2017. „Die Zahl von Unterschieden ist deutlich erkennbar“, sagte die CDU-Chefin am Mittwochabend auf einer CDU-Regionalkonferenz in Münster.

Sie sei „einigermaßen entsetzt“ über den Beschluss des Grünen-Parteitages über die Vermögenssteuer gewesen. „Aber deshalb sind es ja die Grünen. Die Grünen sind kein bevorzugter Partner“, betonte Merkel. Ziel der CDU sei es, so stark zu werden, dass man keine Regierung gegen CDU und CSU bilden könne.

Zugleich warb Merkel aber für Kompromissfähigkeit. Anders als vor 20 Jahren sage die CDU deshalb nicht mehr, „niemals, niemals mit den Grünen“. Denn in jeder Koalition müssten Kompromisse gemacht werden, auch in den Bündnissen mit der SPD und der FDP. „Das Glück hielt sich auch in Grenzen“, sagte Merkel mit Blick auf die schwarz-gelbe Koalition von 2009 bis 2013.

Trotzdem gebe es viele wirtschaftspolitische Übereinstimmungen mit den Liberalen. Bei einer absoluten Mehrheit würde die Union vielleicht ihre „eigene Opposition spielen“. „Man muss irgendwann, wenn man regieren will, in der Lage sein, Koalitionen einzugehen“, mahnte Merkel deshalb.

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