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Messerattacke Ermittler halten islamistischen Hintergrund in Würzburg für naheliegend

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München hat nun die Ermittlungen übernommen. Im Fokus stehen mehrere Gegenstände.

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Mehrere Menschen kamen bei der Messerattacke ums Leben. Quelle: dpa

Nach dem tödlichen Messerangriff von Würzburg halten die Ermittler einen islamistischen Hintergrund nach eigenen Angaben für naheliegend. Dafür sprächen derzeit die von Tatzeugen wahrgenommenen Ausrufe „Allahu Akbar“ („Gott ist am größten“) des tatverdächtigen Somaliers und ein Hinweis des Festgenommenen auf den „Dschihad“ („Heiliger Krieg“) in einer Würzburger Klinik, wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Dienstag mitteilte.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München habe daher die Ermittlungen übernommen. Aufgrund der Gesamtumstände werde aber auch ein gerichtspsychiatrisches Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit des 24-jährigen Beschuldigten und zur Frage der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beziehungsweise einer Entziehungsanstalt in Auftrag gegeben.

Im Mittelpunkt der Ermittlungsarbeit stehe derzeit die Untersuchung der Gegenstände, die bei dem Mann sowie in dessen Wohnung sichergestellt worden seien, erklärte das LKA. Darunter seien auch zwei Handys, deren Inhalte nun auch mit Hilfe von Islamwissenschaftlern ausgewertet würden.

Außerdem gingen die Ermittler derzeit mehr als hundert Spuren nach, vor allem um das Motiv der Tat zu klären. Bislang seien noch keine Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte gefunden worden.

Bei dem Messerangriff am Freitag in der Würzburger Innenstadt wurden drei Frauen getötet. Vier weitere Frauen, ein Kind und ein Jugendlicher wurden schwer verletzt, befinden sich den Angaben zufolge aber inzwischen außer Lebensgefahr. Ein Mann wurde zudem leicht verletzt.

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