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Michael Sommer im Interview "Die Rente mit 67 ist falsch"

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Sommer und Steinbrück

Wenn Peer Steinbrück Klartext spricht
Die Grünen stoßen mit ihrer Idee eines fleischlosen Tags in den Kantinen auf Widerspruch. Auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte sich im Zuge eines Wahlkampfauftritts im BR-Fernsehen von seinem Wunschpartner Grüne mit dem ironischen Satz distanziert: "Die haben noch nicht mitgekriegt, dass es jetzt um die Wurst geht." Quelle: dpa
Zurück aus dem Urlaub gab Steinbrück der „Süddeutschen Zeitung“ Mitte August 2012 ein ausführliches Interview. Thema Nummer 1 war selbstverständlich die Euro-Krise. Zu dem Vorstoß von SPD-Chef Sigmar Gabriel, dass die Euro-Länder auf längere Sicht gemeinsam für ihre Schulden haften sollten, sagte Steinbrück: „Wenn Europa die richtige Antwort auf die Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist, und wenn Europa die richtige Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist, dann wird sich dieses Europa einig aufstellen müssen.“ Quelle: rtr
Wenig später greift Steinbrück in dem Interview die Regierungskoalition an: „Wir sind im Zeitalter der Rettungsschirme längst in einer Haftungsgemeinschaft, an der die verbalen Kraftprotze von Union und Liberalen mitgewirkt haben. Umso dümmlicher sind die Vorwürfe von FDP und CSU, die SPD plädiere für einen ,Schuldensozialismus’.“ Quelle: dapd
Mit seinen 65 Lenzen sieht Peer Steinbrück in seinem Alter kein Hindernis für eine Kanzlerkandidatur. „Erfahrung und ein gutes Rüstzeug sind vielleicht mehr denn je nachgefragte Qualitäten. Offensichtlich erscheine ich vielen noch nicht als politisches Auslaufmodell“, sagte er Ende Juli der Zeitung „Bild am Sonntag“. Quelle: rtr
Auf dem SPD-Parteitag in Berlin Äußerte sich Peer Steinbrück zu den Steuersenkungsplänen der schwarz-gelben Regierung: „Diese sind nichts anderes als ein Pausentee für die FDP auf der Wegstrecke zur nächsten Wahl – manche sagen Abführtee. Ich nehme an, dass sich Wolfgang Schäuble jeden Tag in der Adventszeit eine, vielleicht zwei Kerzen ins Fenster stellt, damit die SPD im Bundesrat diesen Schwachsinn verhindert“. Quelle: rtr
Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Steinbrück ab, die europäische Geschichte zu verstehen. Sie habe keinen Zugang zur „europäischen Story“, sagte er auf dem Parteitag im Dezember 2011 in Berlin. Mit Blick auf Merkels Studium ätzte er: „Europa ist nicht Physik“. Quelle: rtr
Steinbrück über die FDP und ihren neuen Vorsitzenden Philipp Rösler ("Bild" vom 26.09.2011): "Eine Primanerriege, Leichtgewichte wohin man blickt. Bei manchem Interview von FDP-Chef Rösler denke ich: Das ist eine alte Loriot-Aufnahme. Diese Unbedarftheit und Naivität – Entschuldigung, wir reden hier vom deutschen Wirtschaftsminister und Vizekanzler." Quelle: rtr

Würden Sie ein Bündnis von SPD und FDP denn begrüßen?

Ich führe weder Koalitionsverhandlungen, noch ist es die Aufgabe von Gewerkschaften, Koalitionen oder Kandidaten zu küren. Aber es ist gut, dass selbst die Liberalen nicht mehr ignorieren können, dass die breite Mehrheit der Bevölkerung den Mindestlohn oder die Bekämpfung prekärer Arbeit will.

Die SPD hat nun mit Peer Steinbrück einen Kanzlerkandidaten, der in der FDP mehrheitsfähig ist. Bloß enge Drähte zu den Gewerkschaften hatte er nie.

Ich kenne Peer Steinbrück schon sehr lange. Es gibt viele inhaltliche Positionen, die ich mit ihm teile, und Punkte, bei denen wir uns unterscheiden.

Steinbrück ist von der IG Metall zur IG BCE gewechselt, weil er keine Lust mehr hatte, „immer wieder von denen verbal verprügelt zu werden“, wie er sagte.

Es steht Abgeordneten offen, welcher Gewerkschaft sie beitreten.

Steinbrücks Positionen

Er sagt, die SPD brauche mehr Stolz auf die Agenda 2010. Was lernen Sie daraus?

Dass es in der Sozialdemokratie ein breites Spektrum an Meinungen gibt. Ich teile diese Haltung ausdrücklich nicht.

Können Sie Steinbrück noch überzeugen?

Er ist jetzt 65 Jahre alt. Ab einem gewissen Zeitpunkt haben sich Meinungen fertig ausgebildet.

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