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Migration in das Sozialsystem Städtetag fordert Reform des Kindergelds

Die Zahl der ausländischen Empfänger von Kindergeld hat einen neuen Rekord erreicht. Der Deutsche Städtetag fordert nun schnellstmöglich eine Reform.

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Kindergeld: Zahl ausländischer Kindergeldempfänger steigt Quelle: dpa

Berlin Angesichts eines neuen Rekords bei der ausländischen Empfängerzahl von Kindergeld dringt der Deutsche Städtetag auf eine rasche Reform. „Das Kindergeld sollte sich daran orientieren, was Kinder in ihrem tatsächlichen Aufenthaltsland brauchen und nicht die Höhe aufweisen, die in einem anderen Land am Wohnsitz ihrer Eltern gezahlt wird“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Bundesregierung sollte auf EU-Ebene weiter eine entsprechende Änderung durchzusetzen versuchen, so Dedy.

„Nach meinem Eindruck ist es nicht unmenschlich, in den Fällen, in denen jemand in Deutschland arbeitet, seine Kinder aber in Rumänien leben, Kindergeld nach rumänischem Niveau zu zahlen“, sagte Dedy. Er warnte zugleich vor Stimmungsmache. „Die meisten Menschen aus Südosteuropa sind in Deutschland gut integriert.“

In einigen Städten gebe es jedoch nach wie vor Schwierigkeiten mit sozial schwer integrierbaren Familien, die häufig aus Rumänien und Bulgarien kämen. „Ein Aspekt dabei sind Kindergeld-Zahlungen für Kinder, die nicht in Deutschland, sondern in ihren Heimatländern leben.“

Wie das Bundesfinanzministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte, wurden im Juni für 268 336 Kinder, die außerhalb von Deutschland in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, Kindergeld gezahlt. Das ist eine Zunahme um 10,4 Prozent. Ende 2017 lag die Zahl noch bei 243.234 Empfängern.

Vor allem die Zahl der Empfänger aus Osteuropa hat zugenommen. Mehrere Oberbürgermeister sehen eine gezielte Migration in das Sozialsystem; sie berichteten von Banden, die zum Beispiel Sinti und Roma gezielt in billigen Wohnungen unterbringen, damit sie einen festen Wohnsitz haben, um Kindergeld in Deutschland beantragen zu können. Es beträgt derzeit 194 Euro im Monat für das erste Kind.

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