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mRNA- und Vektor-Impfstoffe im Vergleich So unterscheiden sich die Corona-Impfstoffe der Hersteller

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Die mRNA-Impfstoffe im Vergleich

Die Abkürzung mRNA steht für messenger- Ribonukleinsäure, oder Boten-RNA. Bei dieser Variante wird kein Virus als Transportmittel gebraucht.

Corona-Impfstoff von Biontech: Comirnaty

Die EU hat eine riesige Vertragsausweitung mit Biontech und Pfizer für bis zu 1,8 Milliarden Dosen des Impfstoffs der beiden Unternehmen beschlossen. Der Vertrag soll für Lieferungen bis 2023 gelten. Das ausgeweitete Abkommen veranschaulicht, dass die EU Vertrauen in die Technologie des Impfstoffs von Biontech hat.

Art des Impfstoffs

Der Pharmakonzern Biontech stellt einen mRNA-Impfstoff her. Die Technologie setzt auf den Bestandteil mRNA, der menschlichen Zellen mitteilt, wie sie einen harmlosen Teil des Coronavirus, das Spike-Protein, herstellen können. Das Immunsystem erkennt das Spike-Protein als Fremdkörper, wodurch es bei einer Infektion mit dem Coronavirus dieses bekämpfen kann.

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    Vorteile des Biontech-Impfstoffs

    • Die Wirksamkeit 14 Tage nach der ersten Impfung liegt bei 80 Prozent, 14 Tage nach der Zweitimpfung liegt sie bei 95 Prozent gegen schwere Corona-Verläufe. Damit wurden die Erwartungen von Experten für die Schutzwirkung eines Corona-Impfstoffs weit übertroffen.
    • Bereits 16-Jährige dürfen mit dem Mittel geimpft werden, Biontech beantragt eine Zulassung für 12-Jährige
    • Es sind keine schwerwiegende Nebenwirkungen bekannt.
    • Bei den inzwischen auftretenden Corona-Mutationen hat ein mRNA-Impfstoff einen entscheidenden Vorteil: Er ist leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb auch schneller an eine Mutation anpassen. Ein Grund ist, dass bei der Vektorherstellung mehr Prozessschritte zur Sicherheitsüberprüfung und zum Heranziehen von Zellen benötigt werden.
    • mRNA-Impfstoffe schützen gut gegen die Alpha- und Delta-Virusvariante.

    Nachteile des Biontech-Impfstoffs

    • In den klinischen Phase-3-Studien traten bei mehr als zwei Dritteln der Probanden Schmerzen an der Einstichstelle auf. Viele klagten außerdem über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Elf Prozent der älteren und 16 Prozent der jüngeren Teilnehmer entwickelten Fieber.
    • In Großbritannien und im US-Bundesstaat Alaska gab es zu Beginn drei Fälle, bei denen Geimpfte eine schwere allergische Reaktion zeigten, einem sogenannten anaphylaktischen Schock. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA warnte daraufhin Menschen mit einer anaphylaktischen Vorgeschichte vor der Impfung.
    • Ist der Impfstoff einmal aufgetaut, hält er sich nur fünf Tage bei einer normalen Kühlschranktemperatur. Für eine längere Aufbewahrung ist eine Temperatur von minus 70 Grad erforderlich. Zum gab es in einigen Landkreisen bereits Probleme bei der Kühlung, die zu Verzögerungen geführt haben.
    • Die EU zahlt laut einer Preisliste, die die belgische Ministerin Eva de Bleeker publizierte, zwölf Euro je Dosis.
    • Zwei Spritzen mit einer Zeitspanne von maximal 6 Wochen sind notwendig.
    • Die Beta- und Gamma-Variante tragen noch weitere Mutationen in sich, die vermutlich die Wirksamkeit der Impfstoffe deutlicher reduzieren.

    Corona-Impfstoff von Moderna: Vaccine Moderna

    Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen. Im ersten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar (1 Milliarden Euro), wie es am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten noch für einen Verlust von 124 Millionen Dollar gesorgt. Der Umsatz schoss von acht Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar in die Höhe. Davon entfielen 1,7 Milliarden Dollar auf Einnahmen durch Corona-Impfstoff.

    Art des Impfstoffs

    Genau wie beim Impfstoff von Biontech nutzt auch Moderna einen mRNA-Impfstoff, bei dem eine codierte Bauanleitung geimpft wird. Die Zellen im Körper übernehmen die Produktion des Antigens, wodurch ein Schutz gegen das Virus aufgebaut werden kann.

    Vorteile des Corona-Impfstoffs von Moderna

    • Die Wirksamkeit 14 Tage nach der ersten Impfung liegt bei 80 Prozent, 14 Tage nach der Zweitimpfung bei 95 Prozent. Der Stoff schützt zu 91 Prozent gegen schwere Verläufe.
    • Die einfache Handhabung ist ein weiterer Vorteil. Bei einer normalen Kühlschranktemperatur hält sich der Impfstoff laut Hersteller für 30 Tage. Dies macht den Moderna Wirkstoff besonders attraktiv für Impfungen beim Hausarzt.
    • Der Stoff wird an alle Personen in der Altersgruppe über 18 Jahre verimpft.
    • Es sind keine schwerwiegende Nebenwirkungen bekannt.
    • Genau wie von dem Pharmakonzern Biontech ist der Impfstoff leichter herzustellen als ein Vektorimpfstoff und lässt sich deshalb auch schneller an eine Mutation anpassen.
    • Auch gegen die Alpha- und Delta-Virusvariante schützt der Impfstoff gut.

    Nachteile des Moderna-Impfstoffs

    • Auch der Impfstoff von Moderna benötigt für den Transport eine konstante Kühlung. Zwar beträgt diese nur minus 20 Grad, ist aber ebenfalls eine Herausforderung für Logistikanbieter, die eine durchgängige Kühlkette sicherstellen müssen.
    • In den ersten Tagen nach der Impfung können Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle oder Schwellungen der Lymphknoten auftreten. Häufig klagten Geimpfte zudem über Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen. Bei 0,01 Prozent der geimpften Personen trat eine Lähmung des Gesichtsnervs auf. 0,4 Prozent zeigten allergische Reaktionen. Es ist aber noch unklar, ob diese im Zusammenhang mit der Impfung stehen.
    • Eine Dosis kostet 14,70 Euro. Damit ist Moderna am teuersten.
    • Auch hier ist eine zweite Spritze nach maximal sechs Wochen erforderlich.
    • Wie bei Biontech wirkt der Impfstoff nicht so gut gegen die Beta- und Gamma-Variante.


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