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Nach Beitragserhöhung Finanzpolster der Pflegeversicherung deutlich gewachsen

Durch höhere Beiträge zur Pflegeversicherung haben sich die Reserven auf 6,7 Milliarden Euro verdoppelt. Trotzdem plant Gesundheitsminister Spahn weitere Maßnahmen.

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Die alternde Gesellschaft dürfte die finanzielle Polster der Pflegeversicherung in Zukunft aufzehren. Quelle: dpa

Die Finanzreserven der Pflegeversicherung haben sich durch die Anfang 2019 in Kraft getretene Beitragserhöhung fast verdoppelt. Der „Mittelbestand“ habe sich Ende des Jahres auf 6,7 Milliarden Euro gegenüber 3,4 Milliarden Euro Ende 2018 erhöht, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es zitierte dabei aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann.

Das Plus erkläre sich allein durch die Beitragssatzerhöhung. Der Satz war zum ersten Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte angehoben worden und liegt seitdem bei 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens bei Versicherten mit Kindern und bei 3,3 Prozent bei Kinderlosen.

Dennoch ist nach Ansicht Zimmermanns die Pflege in Deutschland unterfinanziert. Das zeige sich an hohen Eigenanteilen der Versicherten, sagte sie dem RND. Die Pflegeversicherung trägt bei Heimplätzen und häuslicher Pflege nur einen Teil der Kosten, die pflegebedürftigen Menschen entstehen.

Durch die Beitragserhöhung ist nun zwar eine vorübergehende finanzielle Entspannung eingetreten. Mittel- und langfristig wird aber mit steigenden Kosten für die Pflegekassen gerechnet – zum einen, weil die Gesellschaft weiter altert und mehr Menschen auf Pflege angewiesen sind, zum anderen, weil die Löhne in der Branche erhöht werden, um dringend benötigte Pflegekräfte anzuwerben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis zur Jahresmitte einen Konzept für die weitere Finanzierung vorlegen. Die bisher diskutierten Vorschläge reichen von Bundeszuschüssen bis zu erneuten Beitragserhöhungen.

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