Nachhaltigkeit Ex-Puma-Chef Zeitz hält Einfuhrzölle für antiquiert

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Jochen Zeitz, Ex-Puma-Chef und Aufsichtsratsmitglied des französischen Luxuskonzerns Kering, hat sich für eine radikale Reform der Einfuhrbesteuerung ausgesprochen.

Jochen Zeitz schlägt ein neues Importzoll-Modell vor, in dem Waren nach ihrer Nachhaltigkeit besteuert werden Quelle: dapd

Im Interview sagte Zeitz: „Es ergibt keinen Sinn mehr, die Einfuhr bestimmter Materialien nach antiquierten Kriterien zu besteuern. Es wäre sehr viel klüger, umweltfreundliche und weniger umweltfreundliche Materialien unterschiedlich hoch zu besteuern, damit sich deren Einsatz für Unternehmen direkt in Gewinn und Verlust ausdrückt.“

Gemeinsam mit dem britischen Starunternehmer Richard Branson hat Zeitz kürzlich die Non-Profit-Organisation B-Team gegründet. „Unternehmen schaden mit ihrer bisherigen Art zu wirtschaften unserer Umwelt. Wir brauchen deshalb einen neuen Plan, einen Plan B, um die Weltbevölkerung, unseren Planeten und das Streben nach Profit miteinander in Einklang zu bringen. Denn auf lange Sicht gilt: Was gut ist für den Planeten, ist auch besser fürs Geschäft“, sagte Zeitz, „Wir streben an, unser Geschäftsmodell langfristig zu überdenken und nachhaltig zu verändern.“ Dem B-Team gehören unter anderem Unilever-Chef Paul Polman, der indische Industrielle Ratan Tata und die Medienunternehmerin Arianna Huffington an.

Persönlich sieht sich Zeitz bereits in der neuen Öko-Wirtschaftswelt angekommen: „Mein Anspruch ist es, auf alle meine Unternehmungen bezogen, einen positiven ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen – sei es mit meiner Stiftung oder meiner Farm und dem Tourismusprojekt Segera in Kenia, das ich im Mai gestartet habe. Dieses Ziel erreiche ich inzwischen.“

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