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Netzausbau Warum uns ein Strom-Stau droht

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Ist die Energiewende gefährdet?

Es droht jedenfalls ein regelrechter Stromstau. Weil Regionen mit hohem Stromproduktion und und solche mit hohem Strombedarf häufig weit auseinander liegen, wird in mancherorts weit mehr Strom produziert als abtransportiert werden kann. Immer häufiger müssen die Betreiberfirmen deshalb eingreifen. Windparks werden in Zeiten hoher Netzauslastung vorübergehend gedrosselt oder ganz abgeschaltet.

Jeder Eingriff kostet Geld

Manchmal muss die Produktion auch kurzfristig gesteigert werden, um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten. Diese Eingriffe gehen zu Lasten der Rentabilität. Je stärker die Kraftwerke reguliert werden müssen, desto teurer ist der Betrieb. Die Bundesnetzagentur warnt bereits vor Kosten von bis zu vier Milliarden Euro jährlich.

Regulatorischer Gegenwind

Auch die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gefährdet das Vorankommen der Energiewende. Momentan werden Windkraftanlagen noch über einen festgelegten Abnahmepreis für Strom gefördert. Diese Subvention wird in den nächsten Jahren auf ein Ausschreibungsverfahren umgestellt: Wer die geringste öffentliche Unterstützung verlangt, erhält dann den Zuschlag.

Das erhöht das finanzielle Risiko für Investoren und verschlechtert die Planungssicherheit - das könnte zu einer weiteren Verlangsamung des Ausbaus regenerativer Energien führen. Der Erfolg der Energiewende hängt also nicht nur am Netzausbau, sondern auch am regulatorischen Umfeld für die neuen Energiequellen.

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