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Neue Pflegekammern Einfluss bekommen wie die Ärzte

Eine Pflegekraft geht mit einer älteren Dame über einen Korridor. Quelle: dpa

Pflegerinnen und Pfleger erweitern ihren Einfluss im Gesundheitswesen. In fünf Ländern gibt es für sie bald Berufskammern - samt Zuständigkeit etwa für die Berufsordnung und Verhandlungsmacht wie Ärzte und Apotheker.

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Nun unterstützt auch die CDU-geführte NRW-Regierung die Gründung, ebenso wie die grün-geführte Regierung Baden-Württembergs. Deren Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sagte der WirtschaftsWoche, er sehe dadurch „eine Chance, das Berufsfeld der Pflege langfristig attraktiv zu erhalten und die Zufriedenheit der in der Pflege Tätigen nachhaltig zu verbessern“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heißt die Entwicklung gut. Sein Pflegebevollmächtigter und Staatssekretär Andreas Westerfellhaus sagte der WirtschaftsWoche: „Pflegekammern sind überfällig. Die Profession Pflege darf nicht länger fremdbestimmt bleiben.“ Kritiker hätten vor allem eigene Interessen im Blick.

Gegner einer solchen Selbstverwaltung führen an, Kammern beruhten auf Zwangsmitgliedschaft. Zudem blockierten sie teils im eigenen Interesse Verbesserungen für Patienten. Gewerkschaften sehen ihren eigenen Einfluss schwinden. In Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gibt es bereits solche Kammern. Ziel ist später eine Bundespflegekammer. In Deutschland arbeiten rund 1,1 Millionen Menschen als Pflegekräfte.

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