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Neujahrsansprache der Kanzlerin Angela Merkel ruft Deutsche zu Zusammenhalt auf

Die Kanzlerin appelliert für 2014 an den Bürgersinn in Deutschland. Als Ziele der neuen Regierung hebt sie solide Finanzen und die Energiewende hervor. Angesichts historischer Jahrestage wirbt sie für Europa.

Bundeskanzlerin Angela Merkel posiert für eine Aufnahme für ihre Neujahrsansprache. Quelle: AP

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger für das neue Jahr zu gesellschaftlichem Engagement, Zusammenhalt und Leistungsbereitschaft aufgerufen. „Was jeder einzelne von uns im Kleinen erreicht, das prägt unser Land im Ganzen“, sagte Merkel laut vorab verbreitetem Redetext in ihrer Neujahrsansprache. „Der Staat kann investieren. Er kann gute Bedingungen schaffen.“

Die Politik könne aber nur wenig bewirken ohne den Einsatz der Bürger gleich welcher Herkunft. Die Kanzlerin hob als wichtige Ziele hervor, „dass wir unsere Finanzen der nächsten Generation geordnet übergeben“. Sie nannte zudem die Energiewende, gute Arbeit und ein gutes Miteinander.

"In Granit gemeißelt für immer und ewig"
„Frau Merkel ist eine Königin ohne Land.“SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am 21. Januar zum CDU-Verlust des Landes Niedersachsen bei der Landtagswahl. Quelle: dpa
„Die schwarz-gelbe Koalition ist ein tot gerittenes Pferd.“ Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler am 28. Januar in der 'Passauer Neuen Presse'. Quelle: dapd
„Zuerst das Land, dann die Partei und dann ich selbst.“Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) am 9. Februar bei ihrem Rücktritt nach Plagiatsvorwürfen. Quelle: dpa
„... hätte, hätte, hätte Fahrradkette.“SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am 12. April im ARD-Morgenmagazin zur Panne mit dem Slogan „Das Wir entscheidet.“ Quelle: dpa
„Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben.“SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am 26. Februar zum Wahlausgang in Italien. Quelle: dpa
„Ich bin ja nicht das Statistische Irgendwas-Amt.“Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am 7. Juni in Luxemburg in der Debatte um Armutseinwanderung aus EU-Ländern. Quelle: dpa
„Wir konnten Scrabble spielen, wann wir wollten. Dann kommt er auf die Idee und wird Kanzlerkandidat. Und dann wird er nur noch verhauen, für das, was er vorher gemacht hat.“Steinbrücks Frau Gertrud am 16. Juni bei einem SPD-Konvent in Berlin zu den Zumutungen im Wahlkampf. Quelle: REUTERS

Merkel erinnerte an die Bedeutung der europäischen Einigung. Sie wies auf die Europawahl am 25. Mai 2014 hin, die 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs und 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer stattfinde. „Europa wurde aus einem Traum Weniger durch die Anstrengung Vieler ein Ort des Friedens für Millionen.“ Sie betonte, dass Fortschritte Deutschlands „stets davon abhängig sind, dass wir auch in Europa vorankommen“. Die Schuldenkrise müsse dauerhaft überwunden werden.

Merkel würdigte den Einsatz von Bürgern, die eine Initiative oder ein Unternehmen gründeten. Die „Welle der Hilfsbereitschaft“ nach der Hochwasserkatastrophe an mehreren deutschen Flüssen im vergangenen Sommer habe besonders deutlich gezeigt, „was in unserem Land steckt“. Andere Bürger zeigten Zivilcourage. „Jede Lebensgeschichte steht für sich - und trägt zugleich ihren Teil zu dem bei, was unser Land im Kern ausmacht: Leistungsbereitschaft, Engagement, Zusammenhalt.“

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Mit Blick auf die Ziele der neuen schwarz-roten Bundesregierung sagte Merkel: „Wir wollen die Familien unterstützen - sie sind das Herzstück unserer Gesellschaft.“ Kinder und Jugendliche sollten „die bestmögliche Bildung und damit die bestmögliche Chance auf ein gutes Leben erhalten können“. Ein gutes Miteinander sei gerade deswegen wichtig, weil die Gesellschaft älter und vielfältiger werde. „Jeder einzelne Beitrag mag zunächst klein erscheinen - angesichts der Größe der Aufgaben. Doch alle Beiträge zusammen machen die Stärke unseres Landes aus“, sagte die Kanzlerin.

Angela Merkels Ansprache wird am Silvesterabend um 19.15 Uhr vom ZDF und um 20.10 Uhr von der ARD ausgestrahlt.

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