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Nord Stream 2 Nach US-Sanktionen: VDMA fordert Initiative zum Schutz von europäischen Unternehmen

Der US-Kongress hat Sanktionen gegen Firmen beschlossen, die an der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt sind. Der Maschinenbauverband will solche Firmen schützen.

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Der Maschinenbauverband VDMA fordert nach den geplanten US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 eine deutsche Initiative zum Schutz europäischer Unternehmen. „In Berlin und Brüssel muss endlich darüber diskutiert werden, wie man europäische Unternehmen vor extra-territorialen Sanktionen schützen kann, unabhängig davon welcher Staat sie erlässt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Thilo Brodtmann, am Mittwoch.

„Wir können extra-territoriale Sanktionen anderer Staaten nicht verhindern. Es ist jedoch möglich, ihre Auswirkungen abzumildern und so ihre Erfolgsaussichten zu reduzieren“, so Brodtmann weiter. Deutschland als eines der größten Exportländer müsse in der EU hier die Initiative ergreifen.

Auch die neue SPD-Vorsitzende Saskia Esken will sich die US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 nicht einfach gefallen lassen. „Da muss man schon drauf reagieren – aber natürlich auf diplomatischem Wege“, sagte Esken am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Einen konkreten Handlungsvorschlag machte sie aber nicht.

Dem vom US-Kongress verabschiedeten Gesetz mit Sanktionen wegen der Gaspipeline Nord Stream 2 fehlt nur noch die Unterschrift von Präsident Donald Trump. Kurz vor Fertigstellung der Gaspipeline beschloss der Kongress trotz Kritik aus Deutschland Sanktionen gegen Firmen, die an dem umstrittenen Projekt beteiligt sind. Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an unter Umgehung von Polen und der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland liefern.

Die USA argumentieren, dass sich Deutschland mit der Pipeline in Abhängigkeit von Russland begeben würde. Der prominente russische Außenpolitiker Leonid Sluzki sagte, dass die USA mit allen Mitteln versuchten, ihr Flüssiggas nach Europa zu bringen.

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