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Nordrhein-Westfalen Wüst soll für die CDU das größte Bundesland führen

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet will sein Amt als NRW-Ministerpräsident an Hendrik Wüst abgeben. Er selbst sieht seine Zukunft in Berlin.

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Der bisherige NRW-Verkehrsminister soll als Ministerpräsident die Nachfolge von Armin Laschet antreten. Quelle: dpa

Der scheidende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat seine Nachfolge in NRW geregelt. Neuer Ministerpräsident in Düsseldorf solle Verkehrsminister Hendrik Wüst werden, sagte Laschet am Dienstag nach Beratungen mit dem CDU-Landesvorstand und der Landtagsfraktion. Er solle auch neuer Chef der Landes-CDU werden und damit auch Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Mai 2022.

„Ich wünsche ihm eine glückliche Hand“, sagte Laschet. Es gebe einen großen Konsens für Wüst in der Landes-Partei. Wüst dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen: „Die CDU in Nordrhein-Westfalen bleibt ein starkes Team.“ Laschet gib seine Ämter in NRW ab, da er nach der Bundestagswahl nach Berlin wechselt.

Der 46-jährige Wüst muss nun vom Landtag als Ministerpräsident gewählt werden. Dies soll voraussichtlich Ende Oktober geschehen. Die schwarz-gelbe Koalition dort hat nur eine Stimme Mehrheit. Die CDU-Landtagsfraktion stellte sich aber bereits einstimmig hinter Wüst. In Nordrhein-Westfalen stehen im kommenden Mai Landtagswahlen an.

Wüst verfügt über ein Mandat im Landtag in Düsseldorf, dieser muss nach der Landesverfassung den Ministerpräsidenten aus seiner Mitte wählen. Einen Sitz im Landtag haben aber weder Innenminister Herbert Reul noch Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach, denen ebenfalls Ambitionen nachgesagt worden waren. Nun hat sich Wüst durchgesetzt.

Wüst stehe als Familienvater und Münsterländer mitten im Leben, betonte Laschet. Er sei ein „Macher“. Wüst unterstrich, NRW müsse Industrieland bleiben, betonte aber auch, dass der Klimaschutz ein zentrales Thema sei.

Die Landes-FDP hatte bereits deutlich gemacht, dass sie eine Lösung für die Nachfolge Laschets mittragen werde. „Wir haben ein gutes Vertrauensverhältnis zu den öffentlich genannten Kandidaten, deshalb gehe ich von einer guten Lösung aus“, hatte Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp gesagt. „Wir werden keine Spielchen machen. Aber natürlich werden wir uns vor der Wahl eines neuen Ministerpräsidenten mit der CDU noch einmal über Inhalte abstimmen“, kündigte er an.

Der Münsterländer Wüst kann bereits auf eine lange Karriere in der Politik zurückschauen. Der Rechtsanwalt und passionierte Jäger war 2006 bis 2010 Generalsekretär der NRW-CDU, musste aber damals zurücktreten, als bekannt wurde, dass die CDU potenziellen Parteispendern Einzelgespräche mit einem der Vorgänger Laschets, Jürgen Rüttgers, angeboten hatte. 2017 wurde er dann von Laschet zum Verkehrsminister berufen.

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