Nutzungsbedingungen Bundestags-Ausschus prüft neue Facebook-Bedingungen

In wenigen Tagen will Facebook seine Geschäftsbedingungen ändern. Das soll die Nutzung vereinfachen - aber auch die Erhebung und Verknüpfung von Daten. Selbst für Abgeordnete bleiben dabei einige Fragen offen.

Wie Nutzer der Datenweitergabe widersprechen
WhatsApp Facebook Datenweitergabe widersprechen Quelle: AP
WhatsApp Freunde stummschalten Quelle: REUTERS
Whatsapp führt zukünftig Statistiken zum Chat-Verhalten Quelle: Screenshot
Logo von Whatsapp Quelle: dpa
Screenshot der whatsapp-Homepage Quelle: Screenshot
Screenshot Whatsapp Quelle: Screenshot
Handy mit Whatsapp-Symbol Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Jemand guckt in die Kamera Quelle: Fotolia
Ein Ein-/Aus-Knopf Quelle: Fotolia
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Symbol Quelle: dpa
Sim-Karte Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Mail-Symbol Quelle: dpa
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot
Whatsapp-Screenshot Quelle: Screenshot

Die neuen Nutzungsbedingungen von Facebook sind jetzt auch Thema im Bundestag: Am Mittwoch diskutierte der Rechtsausschuss über die geplanten Änderungen. Abgeordnete und Datenschützer kritisierten das Online-Netzwerk: Facebook gebe nicht ausreichend Auskunft darüber, welche Nutzerdaten gesammelt und verknüpft würden. „Die Frage ist: Welche Daten werden im Hintergrund gesammelt, und wie gehen die verschiedenen Unternehmen damit um?“, sagte Mechthild Heil (CDU), die in der Unionsfraktion für den Verbraucherschutz zuständig ist.

Zu Facebook gehört auch der beliebte Chat-Dienst WhatsApp und das Fotonetzwerk Instagram. Das Online-Netzwerk versicherte stets, dass zwischen Facebook und WhatsApp keine Daten ausgetauscht würden. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kritisierte jedoch, die geplanten Änderungen würden einen Datenaustausch zumindest ermöglichen.

Caspar erklärte, es sei unklar, ob aus den Daten Nutzerprofile gebildet würden und ob die Weiternutzung als Einwilligung ausreiche. „Facebook ist nach wie vor nicht der Meinung, dass deutsches Datenschutzrecht gilt“, sagte er. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen Google zum „Recht auf Vergessen“ sei aber klar, dass auch Facebook sich an nationales Recht halten müsse.

Facebook will seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zum 30. Januar ändern. Dann können Mitglieder genauer festlegen, wer ihre Einträge ansehen kann. Außerdem können sie herausfinden, warum sie bestimmte Werbung sehen. Nutzer können Anzeigen auch ausblenden. Die neuen AGB ermöglichen aber auch eine detailliertere Verfolgung des Nutzerverhaltens.

Wer sich nach dem 30. Januar auf Facebook einloggt, stimmt den neuen Regeln automatisch zu. Ein Widerspruch ist nicht möglich, Nutzer können sich nur komplett abmelden. Genau diesen Punkt kritisierte Ulrich Kelber (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium. Facebook gehe mit den neuen AGB „sehr weit“, erklärte Kelber. In einem Brief an das Netzwerk bemängelte er, viele Aussagen seien nicht konkret genug.

So arbeitet es sich bei Google und Facebook
Bequemer zur Arbeit geht es kaum. Der Google-Shuttle holt die Mitarbeiter vor der Haustür ab und fährt sie bis zum Google-Campus nach Mountain View. Den Verkehr, der regelmäßig morgens und abends den Highway 101 zwischen San Francisco und der südlichen Bay Area verstopft, bekommt man in dem Luxus-Liner kaum mit. Stattdessen ist Arbeiten angesagt. WLAN etwa ist an Bord des Shuttles inklusive. Acht junge Kollegen der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten, die bei Handelsblatt und Wirtschaftswoche arbeiten, haben das Silicon Valley besucht. Den kompletten Report ihrer Reise finden Sie hier im Kaufhaus der Weltwirtschaft. Quelle: Sebastian Kirsch
Sonnenschirme, wohin das Auge reicht. So empfängt die Google-Zentrale am 1600 Amphitheatre Parkway in Mountain View jeden Tag ihre Mitarbeiter. Auf der Terrasse im Innenhof wird allerdings nicht nur Kaffee getrunken; hier wird auch gearbeitet. Der Hof ist einer der zentralen Treffpunkte, wichtig für den Ideenaustausch. Quelle: Sebastian Kirsch
Google sorgt sich um das Wohl der Mitarbeiter. Sport machen kann hier jeder – entweder zum Abspannen in einem der Fitness-Studios auf dem Campus. Oder aber bei der Arbeit. Die Mitarbeiterin hält mit dem Laufband Schritt, während sie ein paar Ideen in den Computer tippt. Quelle: Andreas Dörnfelder
Die Mitarbeiter von Google sollen bei der Arbeit die beste Version ihrer selbst sein, so eine Sprecherin. Und so sorgt das Unternehmen dafür, dass die Googler zwischendurch mal richtig ausspannen können. Etwa im Liegestuhl im Innenhof-Gärtchen. Das Smartphone allerdings ist immer dabei. Quelle: Andreas Dörnfelder
Damit kein Googler vergisst, wo er eigentlich arbeitet, ist das Logo der Internetfirma omnipräsent, die Corporate Identity allgegenwärtig. Und sei es nur der Fußabstreifer. Quelle: Sebastian Kirsch
Wie praktisch, dass auch die Billard-Kugeln perfekt ins Google-Design passen. Ein Spielchen zwischendurch soll den Geist beflügeln ... Quelle: Andreas Dörnfelder
Wie der große Innenhof ist auch die Kantine ein Treffpunkt. Bunt und laut geht es hier zu Stoßzeiten zu – alle wichtigen Neuigkeiten aus dem Unternehmen werden hier kommuniziert. Quelle: Sebastian Kirsch
1500 Mini-Küchen gibt es auf dem Google-Gelände. Frische Früchte, Müsli, Joghurt, Snacks, jede Menge Kaffee und Softdrinks gibt's kostenlos – wenn der Automat nicht gerade schlapp macht. Quelle: Sebastian Kirsch
Viel dezenter als Google kommt ein anderes großes Unternehmen aus dem Silicon Valley daher. Wer an der der Adresse 1, Hacker Way, im Valley-Städtchen Menlo Park ankommt, sieht sich erst einmal verdutzt um. Das soll Mark Zuckerbergs Reich, das Hauptquartier von Facebook sein?
Ja, das ist es tatsächlich. Um die Ecke entdeckt man den Daumen nach oben: I like. Das Facebook-Symbol hat sich ein Mitarbeiter in einem nächtlichen Programmier-Marathon, einem sogenannten Hackathon, ausgedacht. Das Event findet alle sechs Wochen auf dem Campus statt. Facebooker können ihren Gedanken hier freien Lauf lassen. Quelle: Andreas Dörnfelder
Draußen unscheinbar, drinnen eine Kleinstadt. Eine Hauptstraße durchzieht Facebook-Town, entlang reihen sich Restaurants und kleine Lädchen: Vom Frisör über das Fahrradgeschäft hin zur Arztpraxis ist alles vorhanden. Quelle: Sara Zinnecker
Auch bei Facebook achtet man darauf, den Mitarbeitern Lasten des Alltags abzunehmen – eine hauseigene Reinigung gehört zu den Annehmlichkeiten. Quelle: Sara Zinnecker
In der Thanksgiving-Woche ist es hier wie leergefegt. Doch ansonsten ist die zentrale Mensa Treffpunkt für viele Facebooker. Die Architektur erinnert an ein großes Garagentor, ein Bild mit Symbolkraft im Valley. Viele gute Ideen sind nämlich in einer Garage entstanden. Auf gutes Tüfteln! Quelle: Sara Zinnecker
Anders als bei Google prangt das Facebook-Logo nicht überall. Wer jedoch einmal auf Entzug ist, kann sich einige Minuten im Fanshop tummeln. Und damit auch die Kleinen wissen, wo Mami oder Papi arbeiten, gibt's T-Shirts auch schon für Dreijährige. Quelle: Sara Zinnecker
Mehr als über das Facebook-Logo versucht das Unternehmen seine Mitarbeiter über Slogans zu motivieren: „Fokussier dich“, (engl. „Focus“) steht etwa auf grellem orangenem Hintergrund im funktionalen Konferenzraum. Auf der Leinwand können Mitarbeiter jede Woche den Lagebericht von Marc Zuckerberg verfolgen. Quelle: Sara Zinnecker

Die CDU-Abgeordnete Heil fand auch Grund zum Lob: Das Netzwerk habe sich bemüht, Nutzern einen verständlichen Überblick über die neuen Bestimmungen zu liefern. „Das ist vom Gedanken her sehr gut und auch begrüßenswert“, sagte Heil. „Aber das heißt natürlich nicht, dass das, was dort getan wird, auch für uns in Deutschland rechtlich in Ordnung ist.“

Mit ihrer Kritik erreichten die Abgeordneten jedoch kein Einlenken von Facebook. „Änderungen wurden heute keine angekündigt“, sagte Heil.

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