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OECD-Bericht Deutsche Senioren verarmen

Deutschland wird in den kommenden Jahren zunehmend Probleme mit der Verarmung von Senioren bekommen. Schuld ist der wachsende Niedriglohnsektor.

So sorgen Sie richtig vor
Vollmachten, Testamente, Patientenverfügung und Co. bieten Sicherheit für den Fall eines Falles. Eine Vollmacht sollten Sie nicht leichtfertig ausstellen: Geben Sie diese nur an Personen, denen sie wirklich zu 100 Prozent vertrauen. Quelle: Fotolia
Wenn Sie die richtige Person gefunden haben, muss die Vollmacht immer auch von einem Rechtsanwalt oder einem Notar legitimiert werden. Für Immobiliengeschäfte, Darlehen und Handelsgewerbe ist die notarielle Beglaubigung zwingend notwendig, rät Margit Winkler, Inhaberin des Instituts GenerationenBeratung, die zehn Tipps zur eigenen Sicherheit bei der Vorsorge nennt. Quelle: dpa
Eine Vorsorgevollmacht sollten Sie in jedem Fall im Vorsorgeregister registrieren lassen. Das kostet zwar 15 Euro, aber so werden spätere Unklarheiten vermieden. Quelle: dapd
Auch hilfreich: eine Patientenverfügung, die Sie bei ihrem Arzt oder beim Humanistischen Verband bekommen. Damit regeln Sie den Fall, dass Sie ihren Willen nicht mehr selbstständig erklären können. Sie bezieht sich dabei nicht nur auf medizinische Maßnahmen oder ärztliche Eingriffe, sondern kann auch darüber Auskunft geben, ob lebensverlängernde Maßnahmen erfolgen sollen. Quelle: AP
Eine Verfügung muss alle ein bis zwei Jahre erneuert werden. Eine öffentliche Person muss außerdem Ihre Einwilligungsfähigkeit bestätigen. Also am besten wieder zum Notar oder Rechtsanwalt. Quelle: Fotolia
Vor allem Frauen sind von Armut im Alter betroffen, insbesondere dann, wenn der Partner gestorben ist. Sie sollten deshalb Ihre Finanzen im Blick behalten und gegebenenfalls zusätzlich und individuell vorsorgen. Quelle: dpa
Es gibt auch etwas, das Kinder beachten sollten, nämlich den sogenannten Elternunterhalt. Das bedeutet, dass die Kinder im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten für den Lebensbedarf von Eltern, aber auch Schwiegereltern aufkommen müssen. Dabei gibt es allerdings auch einige Kniffe zu beachten: Sollten Sie davon betroffen sein, suchen Sie deshalb am besten direkt einen Anwalt auf. Quelle: dpa

Die Industrieländerorganisation OECD hat Deutschland vor einer Zunahme der Altersarmut in den kommenden Jahren gewarnt. "Der wachsende Niedriglohnsektor macht uns Sorgen", sagte OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria der Zeitung "Die Welt" vom Freitag. "Wir befürchten, dass Deutschland deshalb in den kommenden Jahren ein erhebliches Problem mit der Altersarmut bekommen wird."

Ein immer größerer Teil der Arbeitnehmer dürfte langfristig von der Wirtschaftsentwicklung, die in Deutschland besser als in vielen anderen Industrieländern sei, abgehängt werden. Auch weltweit nehme die Ungleichheit zu und drohe ganze Gesellschaften aus der Balance zu werfen, warnte Gurria.

In Arbeit
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Der OECD-Generalsekretär bescheinigte Deutschland in seiner wirtschaftlichen Entwicklung aktuell eine Erfolgsgeschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern sei die Wirtschaftsleistung höher als vor der Finanzkrise, und auch bei der Finanzlage des Staates und der Arbeitslosigkeit liege Deutschland relativ günstig. Dennoch gebe es Probleme. Gurria hatte die Bundesregierung bereits vor kurzem aufgefordert, zu handeln, um dem Armutsrisiko zu begegnen. Unter anderem hatte er ein gerechteres Steuersystem vorgeschlagen, um Geringverdiener zu entlasten.

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