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Otto Graf Lambsdorff im Interview "Cash in die Täsch"

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Warum sollten die bisherigen Eigentümer das mitmachen?

Die Kapitalseite wird nicht darauf eingehen, und deshalb wird daraus auch nichts werden. Außerdem: Mitarbeiterbeteiligung findet bei den Belegschaften keinen großen Widerhall. Die wollen Cash in die Täsch.

Die Gewerkschaften hoffen, dass die Krise die Unternehmen zum Einlenken zwinge.

Die Gewerkschaften machen von unternehmerischen Fehlern Gebrauch und nutzen sie in ihrem Interesse aus. Das kann ich verstehen, dagegen ist auch nichts einzuwenden. Es liegt an den Unternehmern, die sich falsch verhalten.

Was ist komfortabler für eine Firma: sich in die Hand der Banken zu begeben oder in die Hand der Gewerkschaften?

Selbstverständlich lieber zu den Banken. Die Kreditvergabe ist schwieriger geworden, aber das wird häufig übertrieben. Jetzt liefern sich Herr zu Guttenberg und Herr Steinbrück einen Wettbewerb, wie man anstelle der Banken Milliardenbeträge als Kredite unter die Leute bringen kann. All diese Guttaten zielen nur auf den Wahltag. Die Banken sollten großzügiger sein. In den Fünfzigerjahren haben sie Kredite vergeben an Firmen, die gar kein Eigenkapital hatten. Sonst hätten wir den Wiederaufbau nicht finanzieren können. Aber: Kredite werden knapper, die Preise für Geld steigen. Das ist ein normaler Marktprozess und wird sich ausgleichen. Das umgeht man aber nicht durch Hilfen der Gewerkschaften.

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