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Pandemisches Zeitalter Lehren gegen das Leiden

Covid-19 verschwindet nicht, manche sprechen schon vom pandemischen Zeitalter. Quelle: dpa

Nach Corona ist vor der nächsten Seuche. Das verlangt von Regierungen eine neue Art der Vorsorge und Kooperation – wie nach den Weltkriegen.

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Was zwischen Jung und Alt gilt, lässt sich bei Corona auf die Welt ausdehnen: Alle hängen zusammen, und Schutz vor dem Virus und seinen Mutationen gibt’s nur, wenn alle geschützt sind. Covid-19 verschwindet nicht, manche sprechen schon vom pandemischen Zeitalter. Wo sich Wildtiere und Menschen näherkommen und Viren überspringen, wo der Klimawandel manche Organismen begünstigt, begegnen uns neue Risiken.

Naheliegend ist, dass Staaten Katastrophenschutz betreiben. Der Bund will seinen Einstieg beim Impfstoffentwickler Curevac auch so verstanden wissen, dass demnächst die Forschung schnell und mit genug Förderung anläuft. Die Vakzinproduktion soll auf Vorrat ausgebaut werden.

Entscheidend dürfte die internationale Kooperation werden. Dann würden nicht einige doppelt forschen, während andere außen vor bleiben. Bisher hat Corona Ungleichheit noch eher verstärkt. Regierungschefinnen unterschiedlicher Länder, auch Angela Merkel, haben nun ein abgestimmtes Vorgehen für die Gesundheit weltweit gefordert und das mit der UNO-Gründung verglichen. Das würde der Weltgesundheitsorganisation WHO eine wichtige Rolle zuweisen. Kein idealer Ausgangspunkt, aber doch um Längen besser als das, was heute so klappt.

Mehr zum Thema: Ob Schulen, Wirtschaftshilfen, Impfungen oder Katastrophenschutz: Die Pandemie offenbart, welche Schwächen das föderale Deutschland hat. Der Ruf nach mehr Macht für den Bund allein wird das Problem jedoch nicht lösen.

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