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Pannenflughafen Berlin Mehdorn soll den BER aus der Krise führen

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Viel Zuspruch für Mehdorn

Pannenflughafen BER soll erst 2018 öffnen
Seit 2006 wird der künftige Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ schon gebaut Quelle: dpa
09. März 2016Die für Ende 2017 geplante Eröffnung des  Hauptstadtflughafens BER ist nach Informationen des "Tagesspiegels" wegen neuer Probleme beim Brandschutz gefährdet. Das Bauordnungsamt habe für den Umbau der Brandschutzanlage weitere Nachweise sowie Nachbesserungen an den Unterlagen gefordert, hieß es. Das könnte auch zusätzliche Bauarbeiten im Terminal nach sich ziehen, wie aus einem internen Schreiben des Flughafen-Technikchefs Jörg Marks hervorgeht. "Wir müssen die Anforderungen des Bauordnungsamts einbeziehen und sehen, wie wir die Nachbesserungen umsetzen können", sagte Flughafensprecher Daniel Abbou der Nachrichtenagentur dpa. Quelle: dpa
4. November 2015Am neuen Hauptstadtflughafen haben Firmen in den vergangenen Jahren Mitarbeiter zu Unrecht als Brandschutz-Fachleute ausgegeben. Kontrollen der Flughafengesellschaft hätten ergeben, dass die notwendigen Nachweise für die Fachkunde fehlen, teilte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit. In seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Piratenpartei sprach er von Einzelfällen im niedrigen einstelligen Bereich seit 2012. Müller ist Aufsichtsratschef der staatlichen Flughafengesellschaft. Er berief sich auf Angaben der Geschäftsführung um Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. Demnach werden die Eignungsnachweise bei der Vergabe von Aufträgen überprüft, danach bei Personalwechseln und besonders seit August 2014 auch bei Audits. Probleme mit dem Brandschutz, etwa auch wegen überbelegter Kabeltrassen, hatten das Projekt weit zurückgeworfen. Quelle: dpa
Flughafen Berlin Brandenburg Quelle: dpa
21. August 2015Die Baufirma Imtech muss Insolvenz anmelden - und den Flughafen wirft das in seinem Zeitplan weiter zurück. Nach Einschätzung der verantwortlichen Taskforce ist es durch die Insolvenz der Gebäudetechnikfirma bisher zu einer Verzögerung der Eröffnung von zwei bis drei Wochen gekommen. Gleichwohl sieht die Flughafengesellschaft die Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 „zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Erkenntnisse“ nicht gefährdet. Bis Ende September solle die sogenannte Meilensteinplanung überarbeitet werden. Die Insolvenz habe zu einem „deutlichen Rückgang“ der Mitarbeiterzahlen geführt, so die Flughafengesellschaft. Imtech und eine mitbeteiligte Firma hätten jedoch zugesagt, die Mitarbeiterzahlen schnellstmöglich wieder hochzufahren, um die zeitlichen Auswirkungen „weitestgehend zu begrenzen“. Quelle: dpa
Hauptstadtflughafen Quelle: dpa
Karsten Mühlenfeld Quelle: dpa

Aus dem Kreis der Anteilseigner hieß es ergänzend, der Vorschlag für Mehdorn sei vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck gekommen. Der Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft kenne Mehdorn schon länger und setze großes Vertrauen in ihn. Zuletzt war Platzeck mit dem Vorhaben gescheitert, den früheren Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender als Chefberater für den Flughafen zu engagieren. Dieser verzichtete auf den Job, nachdem eine Debatte über ein in Medienberichten genanntes Tageshonorar von 4000 Euro und Streit zwischen den Hauptanteilseignern Berlin und Brandenburg wegen den Nachtflugverbots ausgebrochen war.

FDP-Generalsekretär Patrick Döring begrüßte die Entscheidung für Mehdorn. "Hartmut Mehdorn kann führen", sagte der Verkehrspolitiker dem Sender N 24. Das habe er schon in seinen früheren Tätigkeiten bewiesen. Er allein könne das Projekt aber nicht zum Erfolg führen, dazu bedürfe es einer Teamleistung.

In Arbeit
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Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nennt Mehdorns Berufung „einen guten Schritt nach vorne“. „Ich freue mich über diese gute Entscheidung“, teilte Wowereit am Freitag mit. „Mit Hartmut Mehdorn wird ein erfahrener Manager mit Durchsetzungskraft an die Spitze der Flughafengesellschaft treten.“ Grünen-Fraktionschefin Renate Künast hingegen nannte die Personalie einen Fehler. „So setzt sich die Flughafengesellschaft endgültig dem Gespött aus“, sagte Künast „Spiegel online“. „Wenn man denkt, schlimmer geht es nicht, überzeugt einen der Aufsichtsrat zuverlässig vom Gegenteil.“ Gebraucht werde ein erfahrener Manager, Mehdorn dagegen habe als Bahnchef zehn Jahre lang das „Milliardengrab“ Stuttgart 21 betrieben.

Der neue Hauptstadtflughafen, dessen Kosten sich inzwischen auf mindestens 4,3 Milliarden Euro belaufen, sollte eigentlich bereits in Betrieb sein. Wegen immer neuer Bau- und Planungsmängel musste die Inbetriebnahme aber mehrmals verschoben werden. Derzeit gibt es keinen neuen Termin für seine Eröffnung. Bei der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft am Freitag soll ein Überblick über das Ausmaß der Mängel und Probleme auf der Baustelle diskutiert und über Investitionen in den Berliner Flughafen Tegel entschieden werden, der erst einmal weiterbetrieben werden soll.

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