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Partei-Linke weiter kritisch SPD vertagt Entscheidung über Rentenniveau

Sigmar Gabriel kann mit klarer Zustimmung zu seinem nachgebesserten Rentenkonzept rechnen. Die Linke läuft aber weiter Sturm gegen die Senkung des Rentenniveaus. Darüber wird jedoch später abgestimmt.

huGO-BildID: 27934810 Sigmar Gabriel, Parteivorsitzender der SPD, beantwortet am Montag (10.09.2012) in Berlin im Willy-Brandt-Haus während einer Pressekonferenz die Frage eines Journalisten. Gabriel sieht wegen der Uneinigkeit in der Union und inhaltlicher Differenzen derzeit keine Basis für einen Renten-Konsens. Foto: Marc Tirl dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Die SPD-Führung hat eine Entscheidung über das intern besonders umstrittene künftige Rentenniveau auf November vertagt. Damit wird an diesem Montag noch nicht über das gesamte Rentenkonzept von Parteichef Sigmar Gabriel abgestimmt.

Die Frage des Rentenniveaus sei noch strittig, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles vor den Vorstandsberatungen in Berlin. Man nehme die Vorbehalte aus SPD-Bezirken gegen die beschlossene Senkung von derzeit gut 50 auf 43 Prozent bis 2030 sehr ernst. Deshalb solle über diesen Punkt endgültig erst beim Parteikonvent am 24. November entschieden werden.

So viel müssen Männer für die Zusatzrente sparen
Wer auf eine Zusatzrente setzt, um seine Altersvorsorge aufzubessern, muss je nach Startzeitpunkt mehr oder weniger monatlich sparen. Dabei gilt: Wer früher mit dem Sparen anfängt, hat als Rentner mehr zum Leben. Die folgenden Beispielrechnungen zeigen, in welchem Alter Sparer was für eine Summe zurücklegen müssen, um auf einen bestimmten Rentenbetrag zu kommen. Zur Erklärung: „Spareinstieg mit 40 Jahren, 300 Euro = 123,43 Euro“ heißt: Wer ab dem 67. Lebensjahr eine monatliche private Zusatzrente von 300 Euro erhalten möchte, muss als 40-Jähriger 123,43 Euro monatlich sparen. Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, März 2011 Quelle: Fotolia
Spareinstieg mit 20 Jahrenmonatliche Zusatzrente von 100 Euro =  15,34 Euro monatlich sparen 300 Euro = 43,98 Euro monatlich 500 Euro = 72,63 Euro monatlich 700 Euro = 101,27 Euro monatlich 1.000 Euro = 144,23 Euro monatlich Quelle: gms
Spareinstieg mit 30 Jahrenmonatliche Zusatzrente von 100 Euro =  24,47 Euro monatlich sparen 300 Euro = 71,35 Euro monatlich 500 Euro = 118,24 Euro monatlich 700 Euro = 165,12 Euro monatlich 1.000 Euro = 235,45 Euro monatlich Quelle: Fotolia
Spareinstieg mit 40 Jahrenmonatliche Zusatzrente von 100 Euro =  41,93 Euro monatlich sparen 300 Euro = 123,74 Euro monatlich 500 Euro = 205,55 Euro monatlich 700 Euro = 287,32 Euro monatlich 1.000 Euro = 410,09 Euro monatlich Quelle: Fotolia
Spareinstieg mit 50 Jahrenfür eine Zusatzrente von 100 Euro =  82,28 Euro monatlich sparen 300 Euro = 244,79 Euro monatlich 500 Euro = 407,31 Euro monatlich 700 Euro = 569,82 Euro monatlich 1.000 Euro = 813,59 Euro monatlich Quelle: Fotolia

Die SPD-Führung werde dem kleinen Parteitag nach ausführlicher Debatte in der Partei und mit Experten einen Vorschlag machen, „welche Schlussfolgerungen die SPD für ihre Regierungspolitik ab 2013 daraus ziehen wird“, heißt es in der Vorlage der Führung für den SPD-Vorstand.

Für die anderen zentralen Eckpunkte von Gabriels Konzept erwartet Nahles „großen Konsens“ im SPD-Vorstand. Der Parteichef hatte sein Konzept nach Kritik von Parteilinken und Gewerkschaften in einigen Punkten geändert.

Demnach sollen Beschäftigte auch schon vor dem 65. Lebensjahr ohne Abzüge in Rente gehen können, wenn sie 45 Versicherungsjahre vorweisen können. Die geschätzten Kosten von über fünf Milliarden Euro sollen aus der Rentenkasse finanziert werden.

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